Trost nach Mega-Patzer: Werder Bremen stärkt Torwart Backhaus nach folgenschwerem Fehler
Werder Bremen stärkt Torwart Backhaus nach folgenschwerem Patzer

Trost nach Mega-Patzer: Werder Bremen streichelt seinen Flutschfinger

Was für ein Horror-Abend für Werder Bremens Torwart Mio Backhaus! Der 21-Jährige, der in den endlosen Gurken-Wochen mit 13 Spielen ohne Sieg regelmäßig zu den stärksten Bremern gehörte, leitete beim 1:2 am Millerntor mit einem heftigen Patzer die zwölfte Niederlage der Saison ein.

Der folgenschwere Moment

In der 55. Minute verschätzte sich Backhaus bei einer Halbfeldflanke von St. Paulis Sinani. Beim harmlos aufprallenden Kopfball von Wahl griff der U21-Nationaltorhüter voll daneben – das 1:0 für die Gastgeber. Völlig bedient stand der junge Keeper da, während der noch nicht eingewechselte Bittencourt auf den Rasen ging, um ihn wieder aufzubauen.

Zwar gelang durch Serben-Joker Milosevic der Ausgleich in der 62. Minute, doch Fujita machte den Sieg für St. Pauli in der 70. Minute perfekt. Der Patzer im Abstiegskrimi war der heftigste Fehlgriff von Backhaus in seiner ersten Bundesliga-Saison.

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Solidarität aus der Kabine

Nach dem Abpfiff war Backhaus den Tränen nah. „Es tut mir unglaublich leid für Mio. Aber kein Vorwurf an ihn. Er ist ein herausragender Torwart, der seine erste Bundesliga-Saison spielt. Wir werden ihn stärken“, betonte Manager Clemens Fritz.

Trainer Daniel Thioune äußerte sich ähnlich: „Meinem wichtigsten Spieler, der sehr stabil war, passiert ein Fehler, der so nicht passieren darf. Aber kein Vorwurf an ihn. Das Spiel haben wir in der ersten Halbzeit nicht finalisiert.“

Kampffrisur ohne sofortige Wirkung

Interessant ist, dass Backhaus vor dem Spiel in Hamburg seine Frisur verändert hatte. Weg mit dem blonden Vogelnest, her mit dem Kurzhaar-Schnitt. „Eine Kampffrisur. Damit werden wir jetzt ganz viele Punkte holen“, hatte der Torwart versprochen. Gelungen ist dies in Hamburg noch nicht.

Leo Bittencourt kommentierte bei DAZN den Umgang mit Backhaus nach dem Kiez-Klops: „Er wird damit ein, zwei Tage zu hadern haben. Aber in der Kabine haben wir ihn wieder aufgebaut.“

Blick nach vorn

Werder Bremen braucht für den nächsten Abstiegskracher gegen Heidenheim am Samstag um 15:30 Uhr dringend einen Torwart in Top-Form. Ansonsten wird der dritte Abstieg der Klubgeschichte immer wahrscheinlicher.

Im August war Backhaus nach dem Abgang von Michael Zetterer nach Frankfurt vom damaligen Cheftrainer Horst Steffen zur Nummer 1 bestimmt worden. Nun muss der junge Torwart zeigen, dass er aus dem Fehler lernen kann und die Mannschaft in der kritischen Phase der Saison stabilisieren wird.

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