Werder Bremens Dauerkrise: Nils Petersen rechnet nach 13. Spielen ohne Sieg ab
Werder Bremens Dauerkrise: Petersen rechnet nach 13 Spielen ab

Werder Bremens Dauerkrise: Nils Petersen rechnet nach 13. Spielen ohne Sieg ab

In Bremen brennt der Baum – und die Geduld der Fans ist längst aufgebraucht. Nach dem 13. Spiel in Serie ohne Sieg hat sich Ex-Werderaner Nils Petersen in seiner Rolle als DAZN-Experte zu einer deutlichen Brandrede hinreißen lassen. Die Situation beim Traditionsverein spitzt sich weiter zu.

Die Krise hält an: Trainerwechsel ohne Wirkung

Die Krise von Werder Bremen scheint kein Ende zu nehmen. Selbst der Trainer-Wechsel von Horst Steffen zu Daniel Thioune konnte nicht die erhoffte Wende herbeiführen. Die Hanseaten stehen weiterhin auf einem Abstiegsplatz und müssen um den Klassenerhalt bangen. Das jüngste 1:2 gegen St. Pauli markierte das 13. Spiel in Folge ohne Dreier – eine Serie, die selbst hartgesottene Fans verzweifeln lässt.

Petersens deutliche Worte: „Du kannst es nicht mehr schönreden“

Nils Petersen, der zwischen 2012 und 2014 für Werder Bremen stürmte, ließ in seiner Analyse kein gutes Haar an der aktuellen Mannschaft. „Ich glaube, als Spieler möchtest du auch nur noch in die Kabine, weil du das Weite suchst“, sagte der 37-Jährige. Die Frustration war nach dem Spiel gegen St. Pauli so groß, dass selbst die treuen Fans die Mannschaft in die Kabine schickten, als sich diese für den Support bedanken wollte.

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„Klar ist es deine Pflicht als Spieler, sich bei den Fans für ihre Unterstützung zu bedanken, aber wenn du 13 Spiele nicht gewinnst, dann will dich auch keiner mehr sehen“, versetzte sich Petersen in die Gedanken der enttäuschten Anhänger. „Dann wollen sie Leistung sehen und sagen: ‚Geht rein und seht zu, dass ihr nächste Woche gegen Heidenheim gewinnt‘.“

Frust bei Fans und Spielern: Eine Spirale der Negativität

Petersen beschrieb die Stimmungslage deutlich: „Der Frust ist doch groß. Bei der Mannschaft ist er wahnsinnig, aber bei den Fans noch größer.“ Die Enttäuschung wächst Woche für Woche, wenn die Hoffnung auf eine Wende erneut enttäuscht wird. „Du reist Woche für Woche mit und hast die Hoffnung, dass wieder was geht. Dann geht wieder nichts und du verlierst bei einer unterdurchschnittlichen Mannschaft, die nicht viel machen musste, um heute ein Bundesliga-Spiel zu gewinnen.“

Sein Fazit fiel entsprechend hart aus: „Du kannst es irgendwann nicht mehr schönreden.“ Gleichzeitig nahm Petersen Trainer Daniel Thioune in Schutz und verwies darauf, dass Niederlagen gegen Spitzenmannschaften wie Freiburg oder Bayern hinnehmbar seien. „Aber so ein Spiel bei St. Pauli darfst du einfach nicht verlieren und dann auch noch in der Art und Weise.“

Forderung nach Konsequenzen: Petersen erwartet Durchgreifen

Vom Trainer erwartet der ehemalige Freiburger-Stürmer nun klare Worte und Maßnahmen. „Dann musst du mit den Spielern auch mal hart ins Gericht gehen, weil von ein paar Spielern zu wenig kam“, forderte Petersen. Besonders die letzten zehn Minuten des Spiels gegen St. Pauli kritisiert er scharf: „Viele hatten gerade in den letzten zehn Minuten mit sich zu tun. Sie haben sich in Privatduelle verzwickt und unnötige Zeit verstreichen lassen.“

Diese Fehler seien im Abstiegskampf nicht zu tolerieren, betonte Petersen: „Das darf dir einfach nicht passieren. Schon gar nicht im Abstiegskampf, weil sich so ein Gegner wie St. Pauli, der davon profitiert, dann auch totlacht.“ Die Situation bei Werder Bremen bleibt angespannt – und die Uhr tickt im Kampf um den Klassenerhalt unerbittlich weiter.

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