Werder Bremens Verletztenmisere: Coulibaly und Agu fehlen im Abstiegskampf
Werder Bremens Verletztenmisere im Abstiegskampf

Werder Bremens Verletztenmisere belastet den Abstiegskampf

In einer ohnehin schwierigen Saison trifft Werder Bremen ein weiterer Rückschlag: Die Defensive muss im entscheidenden Kellerduell gegen den Tabellenletzten Heidenheim am Samstag (15.30 Uhr, Sky) auf zwei Stammspieler verzichten. Innenverteidiger Karim Coulibaly (18) und Außenverteidiger Felix Agu (26) fallen verletzt aus.

Coulibalys Oberschenkelverletzung hält an

Der junge Innenverteidiger Karim Coulibaly, der in dieser Saison zu einem Lichtblick geworden war, humpelte bereits im Spiel gegen Bayern München (0:3) nach 61 Minuten mit Problemen im Po-Bereich vom Platz. Von einer strukturellen Verletzung im Oberschenkel war die Rede – und diese hält weiter an.

Beim Auswärtsspiel bei St. Pauli (1:2) musste Werder bereits ohne den Teenager antreten, und auch gegen Heidenheim wird Coulibaly fehlen. Profi-Chef Peter Niemeyer (42) bestätigte gegenüber BILD: „Karim steckt weiter ohne Rückschlag im Heilungsprozess. Von einer Rückkehr gegen Heidenheim ist jedoch nicht auszugehen.“

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Felix Agu erleidet Rückschlag nach Comeback

Ein weiterer herber Verlust für die Bremer Defensive ist Felix Agu. Der Außenverteidiger hatte sich nach monatelanger Verletzungspause wegen eines Syndesmosebandrisses in Freiburg (0:1) mit einem Kurzeinsatz zurückgemeldet und stand sogar gegen Bayern in der Startelf.

Doch wenige Minuten vor dem Anpfiff gegen St. Pauli musste Agu wegen Adduktoren-Beschwerden passen. Niemeyer kommentierte: „Die Verletzung von Felix trifft uns natürlich. Sie ist aber keine Sache von Monaten. Dass wir ihn nach seiner langen Verletzungspause zu hoch belastet haben, sehen wir nicht.“

Unsicherheit bei weiteren Defensivspielern

Die Verletzungsprobleme bei Werder Bremen beschränken sich nicht nur auf Coulibaly und Agu. Bei Innenverteidiger Amos Pieper (28) dauert der Rehaprozess an. „Amos ist weiter im Rehaprozess, auf dem Trainingsplatz werden wir ihn in dieser Woche voraussichtlich noch nicht sehen“, so Niemeyer.

Etwas optimistischer ist die Lage bei Niklas Stark (30). Trotz endloser Hüftprobleme absolvierte der Routinier am Millerntor 90 Minuten. Trainer Thioune äußerte zwar Zweifel, ob Stark diesen intensiven Einsatz gut verkraftet habe, aber bis Samstag soll der Innenverteidiger durch gezielte Belastung wiederhergestellt sein.

Kritische Phase im Kampf um den Klassenerhalt

Die Ausfälle kommen zur denkbar ungünstigsten Zeit für Werder Bremen. Im direkten Duell mit dem Tabellenletzten Heidenheim geht es um lebenswichtige Punkte im Abstiegskampf. Die Defensive, die ohnehin schon wackelig wirkt, muss nun ohne zwei wichtige Stützen auskommen.

Für Agu scheint eine Rückkehr in den folgenden Spielen bei Union Berlin oder gegen Mainz möglich zu sein. Bei Coulibaly und Pieper bleibt die Situation dagegen ungewiss. Die Verletzungsmisere stellt Werder Bremens Trainerteam vor erhebliche taktische Herausforderungen in der entscheidenden Phase der Saison.

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