Werder Bremens Frauenfußball steckt in einer tiefen Krise
Was ist bei den Frauen von Werder Bremen los? Diese Frage stellen sich derzeit viele Fans und Beobachter. Eine Saison, die zunächst vielversprechend begann, hat einen dramatischen Knick erlitten. Die Mannschaft von Cheftrainerin Fritzy Kromp findet im Jahr 2026 einfach nicht in die Spur und kämpft mit massiven Problemen auf und neben dem Platz.
Sportliche Pleiten und enttäuschende Ergebnisse
Die Bilanz der letzten Wochen ist ernüchternd: In den drei Ligaspielen gegen den 1. FC Nürnberg, die TSG Hoffenheim und den HSV gab es noch keinen einzigen Sieg. Der Tiefpunkt folgte am Mittwoch mit dem bitteren 0:1 im DFB-Pokal-Viertelfinale bei der SGS Essen. Damit ist das Aus in einem Wettbewerb besiegelt, in dem die Bremerinnen im Vorjahr noch bis ins Finale vorgedrungen waren und dafür sogar im Rathaus der Hansestadt geehrt wurden.
Geschäftsführer Clemens Fritz, der auch für den Frauenfußball verantwortlich ist, musste die Niederlage vor 1702 Zuschauern in Essen miterleben. „Wir sind in Essen einfach nicht an unser Top-Niveau herangekommen. Wir wissen aber, dass unsere Mannschaft deutlich leistungsfähiger ist“, kommentierte Fritz die enttäuschende Leistung.
Tabellensturz und personelle Turbulenzen
Die sportliche Talfahrt spiegelt sich auch in der Tabelle wider. Während die Mannschaft von Trainerin Fritzy Kromp zum Jahreswechsel noch auf dem dritten Platz überwinterte, rutschte sie aufgrund der schwachen Leistungen und zweier ausgefallener Spiele gegen den VfL Wolfsburg und den FC Bayern München mittlerweile auf den sechsten Rang ab.
Doch nicht nur auf dem Platz gibt es Probleme. Zwei Tage vor dem Pokalspiel warf Frauen-Chefin Birte Brüggemann, die seit 19 Jahren für den Bereich verantwortlich ist, überraschend hin. Sie fehlte auch bei der Ehrung zu Bremens Mannschaft des Jahres am Abend vor dem wichtigen Pokalspiel. Ob diese Nachricht der Mannschaft geholfen hat, darf bezweifelt werden. Wer ihre Nachfolge antreten wird, ist derzeit völlig unklar.
Schwierige Rahmenbedingungen und die Suche nach Erklärungen
Manager Clemens Fritz versucht, die Situation zu analysieren: „Wir hätten uns einen anderen Start in die Rückserie gewünscht. Zur Wahrheit gehört: Die Frauen hatten im Winter sehr schwierige Trainingsbedingungen. Es gibt Phasen, in denen es etwas holpriger läuft. Das erleben wir jetzt.“
Die Probleme bei Werder Bremen sind vielfältig:
- Sportliche Misserfolge in der Liga und im Pokal
- Personelle Turbulenzen in der Führungsetage
- Schwierige Trainingsbedingungen im Winter
- Ausgefallene Spiele gegen Top-Konkurrenten
Der Trend ist eindeutig negativ, und die Verantwortlichen um Clemens Fritz und Fritzy Kromp stehen unter Druck. Nach dem Finaleinzug im letzten Jahr und der damit verbundenen Euphorie folgt nun eine herbe Ernüchterung. Die Mannschaft muss dringend die Wende schaffen, um die Saison noch zu retten und den Anschluss an die Spitzenteams nicht zu verlieren.



