Emotionale Feier nach hart erkämpftem Sieg: Bittencourts Oscar-würdige Rede
Der SV Werder Bremen darf nach einem äußerst wichtigen Auswärtssieg aufatmen und feiern. Durch den knappen, aber verdienten 1:0-Erfolg beim VfL Wolfsburg haben die Bremer entscheidende Punkte im Kampf um den Klassenerhalt gesammelt. Der Abstand auf einen direkten Abstiegsplatz wurde auf sieben Punkte erhöht, was die Stimmung im Team und bei den Fans deutlich verbesserte. Doch nicht nur der hart erkämpfte Dreier sorgte für Party-Stimmung nach dem Abpfiff.
Ein besonderes Jubiläum wird gebührend gefeiert
Denn Routinier Leonardo Bittencourt absolvierte an diesem Tag sein 300. Bundesliga-Spiel – ein Meilenstein, der nach dem Schlusspfiff ausgiebig zelebriert wurde. Zunächst gratulierten ihm seine Mitspieler auf dem Platz, dann überreichte ihm der Verein eine besondere „Trophäe“: ein Trikot mit der stolzen Zahl 300 auf dem Rücken. Anschließend ließ sich der 32-Jährige noch vor der mitgereisten Werder-Kurve feiern, wo die Fans ihm zujubelten.
Vor den wartenden Reportern setzte Bittencourt dann zu einer Rede an, die stark an die großen Danksagungen bei Filmpreis-Verleihungen in Hollywood erinnerte. Mit sichtlicher Emotion und großer Dankbarkeit blickte der Mittelfeldspieler auf seine Karriere und die aktuelle Situation zurück.
„Der geilste Beruf der Welt“: Bittencourts bewegende Worte
„Ich habe es mir genauso vorgestellt. Es sollte wohl so sein“, begann Bittencourt seine Ansprache. „Danke an den Staff, danke an Mio für diese Leistung, danke an den ganzen Verein. Es ist schön, dass ich nach der schwierigen Zeit wieder so eine Rolle spiele.“ Der Spieler bezog sich dabei auf die Phase unter Ex-Trainer Horst Steffen, in der er kaum noch Einsatzzeiten bekam.
Seit der Übernahme durch Trainer Daniel Thioune ist Bittencourt wieder eine feste Größe in der Mannschaft, besonders aufgrund der angespannten Personallage mit zehn Ausfällen. „Ich bin immer wieder aufgestanden, zurückgekommen. Daher auch ein großer Dank an meine Familie, die meine Launen dann erträgt“, führte der erfahrene Profi weiter aus. „Ich bin stolz, dass ich es geschafft habe, weil es mit viel Schweiß und Arbeit verbunden ist. Am Ende ist es einfach der geilste Beruf der Welt.“
Neuer Schwung unter Trainer Thioune
Bittencourt lobte in seiner Rede ausdrücklich den neuen Trainer, der die Mannschaft in einer schwierigen Phase übernommen hat. „Heute hat uns gefühlt eine komplette Startelf gefehlt. Trotzdem haben wir alles reingeworfen. Der Trainer findet immer wieder die richtigen Worte, nimmt alle mit. So stelle ich mir das vor. Chapeau an den Trainer!“
Die Worte des Spielers machen deutlich, wie sehr sich das Klima im Team unter Thioune verbessert hat. Nachdem Bittencourt unter dem vorherigen Trainer kaum noch Perspektiven sah, ist er nun wieder ein wichtiger Bestandteil der Mannschaft und trägt maßgeblich zum Kampf um den Klassenerhalt bei.
Ein Abschied mit Hoffnung auf ein Happy End
Nach sieben Jahren endet im Sommer die Zeit von Leonardo Bittencourt beim SV Werder Bremen. Zwischenzeitlich sah es so aus, als würde das Kapitel Bittencourt bei den Bremern kein schönes Ende finden. Doch die jüngsten Entwicklungen lassen hoffen, dass sowohl der Klassenerhalt gelingt als auch der Abschied des beliebten Spielers gebührend gefeiert werden kann.
Die emotionale Rede nach dem 300. Bundesliga-Spiel zeigt, wie sehr Bittencourt dem Verein verbunden ist und wie dankbar er für die Unterstützung in schwierigen Zeiten ist. Sollte Werder Bremen den Klassenerhalt schaffen, wäre dies nicht nur ein Erfolg für den Verein, sondern auch ein würdiger Abschluss für die Karriere des Mittelfeldspielers in Bremen.



