Umfrage: Norweger vertrauen Kronprinz Haakon trotz Königshaus-Turbulenzen
Norweger vertrauen Kronprinz Haakon trotz Turbulenzen

Kronprinz Haakon genießt hohes Vertrauen in Norwegen

Eine aktuelle Umfrage des Marktforschungsinstituts InFact im Auftrag der Online-Zeitung Nettavisen zeigt ein klares Bild: Die Norweger halten trotz aktueller Turbulenzen im Königshaus fest zu ihrem Thronfolger Kronprinz Haakon. Der 52-Jährige kann auf die Unterstützung der breiten Bevölkerung zählen, während seine Ehefrau Kronprinzessin Mette-Marit mit erheblichen Popularitätseinbußen zu kämpfen hat.

Überwältigende Zustimmung für den Thronfolger

Die repräsentative Befragung unter etwas mehr als 1.000 Norwegerinnen und Norwegern ergab, dass knapp vier von fünf Bürgern überzeugt sind, dass Haakon seine künftige Rolle als König "sehr gut" oder "ziemlich gut" ausfüllen wird. Diese deutliche Mehrheit von etwa 80 Prozent spiegelt das anhaltende Vertrauen in den Kronprinzen wider. Lediglich knapp acht Prozent der Befragten äußerten die Ansicht, dass Haakon seine Aufgabe "sehr schlecht" oder "ziemlich schlecht" erfüllen werde. Der verbleibende Anteil der Studienteilnehmer zeigte sich unentschlossen oder glaubt, dass der Thronfolger weder besonders gut noch besonders schlecht abschneiden wird.

Kritische Bewertung der Kronprinzessin

Ganz anders präsentiert sich die Situation bei Kronprinzessin Mette-Marit. Laut der Umfrage glauben knapp 42 Prozent der Norweger nicht, dass die 52-Jährige geeignet ist, zukünftig die Rolle der Königin zu übernehmen. Nur etwa 31 Prozent halten sie für geeignet, während rund 27 Prozent der Befragten unsicher waren und keine klare Position bezogen. Diese Zahlen markieren einen deutlichen Popularitätsverlust für die Kronprinzessin.

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Gründe für den Vertrauensverlust

Der gesunkene Rückhalt in der Bevölkerung dürfte maßgeblich mit zwei Faktoren zusammenhängen. Zum einen wurde im Januar durch die Veröffentlichung neuer Akten bekannt, dass Mette-Marit eine jahrelange Freundschaft mit dem verurteilten Sexualverbrecher Jeffrey Epstein unterhielt. Zum anderen musste sich ihr ältester Sohn gerade erst wegen mehrerer Vergewaltigungsvorwürfe vor Gericht verantworten.

In einem Fernsehinterview am vergangenen Freitag hatte sich die Kronprinzessin zu ihrem Kontakt mit Epstein geäußert. Viele Norweger zeigten sich jedoch enttäuscht von ihrer Stellungnahme, da sie nach Ansicht der Kritiker auf entscheidende Fragen keine befriedigenden Antworten lieferte. Diese Entwicklungen haben das öffentliche Bild der Kronprinzessin nachhaltig geprägt und zu den aktuellen Umfrageergebnissen beigetragen.

Die Umfrageergebnisse verdeutlichen somit eine deutliche Diskrepanz in der öffentlichen Wahrnehmung des norwegischen Kronprinzenpaares. Während Haakon weiterhin auf breite Unterstützung in der Bevölkerung bauen kann, steht seine Frau vor der Herausforderung, verlorengegangenes Vertrauen zurückzugewinnen.

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