Sabine Winter jubelt über Bronzemedaille beim World Cup: „Komplett verrückt“
Winter holt Bronze beim Tischtennis World Cup

Historischer Erfolg für deutsche Tischtennisspielerin

Die deutsche Tischtennis-Nationalspielerin Sabine Winter hat beim World Cup in Macau einen historischen Erfolg gefeiert. Die 33-Jährige aus Dachau sicherte sich die Bronzemedaille, nachdem sie als erste Europäerin seit elf Jahren das Halbfinale dieses prestigeträchtigen Turniers erreicht hatte.

Chancenlos gegen die Weltmeisterin

Im Halbfinale musste sich Winter jedoch der überragenden Weltranglistenersten Sun Yingsha aus China mit 0:4 geschlagen geben. Die Weltmeisterin dominierte das Spiel von Beginn an und ließ der Deutschen kaum Raum für eigene Akzente. „Gerade habe ich eine ordentliche Klatsche kassiert“, gab Winter nach der Partie ehrlich zu. „Ich hätte gerne etwas mehr Widerstand geleistet, aber Sun Yingsha hat mich auseinandergenommen.“

Dennoch blickte die Deutsche stolz auf ihre Leistung zurück: „Bronze beim World Cup ist der größte Erfolg meiner Karriere“, erklärte Winter begeistert. Ungläubig fügte sie hinzu: „Es ist komplett verrückt, dass ich mit einer Bronzemedaille nach Hause fliegen darf.“

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Europäische Pionierleistung

Mit ihrem Einzug ins Halbfinale wiederholte Winter eine Leistung, die zuvor nur ihre langjährige Teamkollegin Petrissa Solja im Jahr 2015 geschafft hatte. Im Viertelfinale hatte die beste Europäerin im Weltrangliste noch die chinesische Teamweltmeisterin Wang Yidi deutlich geschlagen und damit bewiesen, dass sie die Weltspitze aufmischen kann.

Winters Erfolgsrezept liegt in ihrem ungewöhnlichen Spielstil: Mit ihrem Anti-Topspin-Belag auf der Rückhand bringt sie die Topspielerinnen reihenweise zur Verzweiflung. Gegen Sun Yingsha reichte diese Taktik allerdings nicht aus, obwohl Winter gehofft hatte, die Titelverteidigerin „mit meinem Spielstil ärgern“ zu können.

Aufstieg in die Weltranglisten-Elite

Der Lohn für Winters starke Leistung wird sich bereits in der kommenden Woche zeigen: Sie wird in der Weltrangliste zu den Top 10 gehören, wie die Spielerin selbst bestätigte. „Es scheint so, als ob ich tatsächlich in den Top 10 sein werde. Auch da kann ich mich nur wiederholen: Das ist eigentlich komplett verrückt. Das habe ich selbst nicht für möglich gehalten“, sagte Winter.

Dieser Erfolg setzt eine beeindruckende Serie der Deutschen fort. Bereits beim hochdotierten Singapore Smash hatte sie das Halbfinale erreicht und sich dort nur der Weltranglistenzweiten Wang Manyu aus China geschlagen geben müssen. Damals war Winter als erste Europäerin in die Vorschlussrunde bei einem der Top-Turniere der WTT-Serie eingezogen. In Macau knüpfte sie nahtlos an diese Erfolge an.

Die Bronzemedaille beim World Cup markiert nicht nur einen persönlichen Höhepunkt in Winters Karriere, sondern auch einen bedeutenden Erfolg für den europäischen Tischtennissport insgesamt. Nach Jahren der Dominanz asiatischer Spielerinnen zeigt Winters Leistung, dass europäische Athletinnen durchaus mit der Weltspitze mithalten können.

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