FIFA-WM 2026: Medienbericht enthüllt - Nicht alle Spiele tatsächlich ausverkauft
Ein aktueller Medienbericht stellt die offiziellen Verkaufsaussagen der FIFA zur Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in Nordamerika in Frage. Entgegen der Behauptung von FIFA-Präsident Gianni Infantino, dass jedes der 104 WM-Spiele bereits ausverkauft sei, sollen laut Recherchen von The Athletic und der New York Times noch Karten für mindestens 64 Partien verfügbar sein.
Diskrepanz zwischen FIFA-Kommunikation und Realität
Infantino hatte erst vor einer Woche verkündet, dass insgesamt 508 Millionen Anfragen für Eintrittskarten eingegangen seien und dies zu einem kompletten Ausverkauf aller Begegnungen geführt habe. Die neuesten Erkenntnisse zeigen jedoch ein anderes Bild: Seit vergangenem Mittwoch sind Tickets für zahlreiche Spiele, bei denen keine Spitzenmannschaften beteiligt sind, weiterhin oder erneut im Verkauf.
Marketingexperten, auf die sich der Bericht beruft, erklären diese Diskrepanz mit der ungleichen Verteilung der Nachfrage. Eine überwältigende Mehrheit der 508 Millionen Anfragen habe sich demnach auf die Topspiele und Begegnungen mit populären Nationalmannschaften konzentriert. Für weniger attraktive Partien sei die Nachfrage deutlich geringer ausgefallen, was zu verfügbaren Kontingenten führt.
Preispolitik als möglicher Faktor
Ein weiterer Grund für die noch verfügbaren Karten könnte in der hohen Preispolitik der FIFA für bestimmte Kategorien liegen. Insbesondere bei Premium-Tickets und Karten für Spiele ohne große Publikumsmagnete scheint der Markt nicht vollständig gesättigt zu sein. Diese Entwicklung wirft Fragen zur Transparenz der FIFA-Kommunikation und zur tatsächlichen Auslastung der WM-Stadien in den USA, Mexiko und Kanada auf.
Die WM 2026 wird mit 104 Spielen die bisher größte Fußball-Weltmeisterschaft der Geschichte sein. Die Veranstaltung verteilt sich über drei Gastgeberländer und stellt enorme logistische sowie kommerzielle Herausforderungen dar. Der aktuelle Bericht unterstreicht, dass trotz der rekordverdächtigen Gesamtnachfrage nicht alle WM-Spiele gleichermaßen begehrt sind und die Vermarktungsstrategie der FIFA möglicherweise angepasst werden muss.



