Fußball-WM: Kabinett ermöglicht Public Viewing trotz Nachtspielen
WM: Kabinett beschließt Public Viewing trotz Nachtspielen

Fußball-WM: Kabinett ermöglicht Public Viewing trotz Nachtspielen

Fußballfans in Deutschland können sich auf gemeinsame Feiern bis in die frühen Morgenstunden freuen. Das Bundeskabinett hat in Berlin eine wichtige Entscheidung für die anstehende Fußball-Weltmeisterschaft getroffen. Es wurden spezielle Ausnahmen von den üblichen Lärmschutzbestimmungen beschlossen, die öffentliche Übertragungen von Spielen auch nach 22 Uhr ermöglichen sollen.

Entscheidung liegt bei den Kommunen

Die finale Zustimmung muss noch der Bundesrat erteilen, doch Experten gehen von einer positiven Entscheidung aus. Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) betonte: „Städte und Gemeinden erhalten damit die Möglichkeit, Public-Viewing-Veranstaltungen trotz der Zeitverschiebung zu genehmigen – hoffentlich sogar bei einem Finale am 19. Juli mit deutscher Beteiligung.“ Die lokalen Behörden müssen bei ihren Genehmigungen jedoch sorgfältig abwägen zwischen dem öffentlichen Interesse an den Übertragungen und dem Schutz der Anwohner vor nächtlichem Lärm.

Besondere Herausforderung durch Nachtspiele

Die diesjährige Fußball-WM findet vom 11. Juni bis 19. Juli in Kanada, Mexiko und den USA statt, was zu erheblichen Zeitverschiebungen führt. Das Bundesumweltministerium wies darauf hin, dass der Anteil der Spiele in deutscher Nachtzeit besonders hoch ist. Als Nachtzeit gilt in Deutschland der Zeitraum von 22 Uhr bis 6 Uhr morgens.

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Die wichtigsten Anstoßzeiten sind:

  • 21 Uhr (19 Spiele)
  • 3 Uhr (12 Spiele)
  • 22 Uhr (10 Spiele)
  • Mitternacht (9 Spiele)

Spielplan der deutschen Nationalmannschaft

Für die deutsche Nationalmannschaft ergeben sich folgende Anstoßzeiten in der Vorrunde:

  1. Drei Spiele beginnen um 19 Uhr
  2. Zwei Spiele starten um 22 Uhr

Das Finale, die Halbfinalspiele und das Spiel um Platz 3 werden um 21 beziehungsweise 23 Uhr angepfiffen. Vergleichbare Regelungen gab es bereits bei der Fußball-WM 2006 in Deutschland, doch die aktuelle Situation stellt durch die zahlreichen Nachtspiele eine besondere Herausforderung dar.

Die Entscheidung des Kabinetts ermöglicht es den Kommunen, flexibel auf die Bedürfnisse der Fans zu reagieren, während gleichzeitig der Lärmschutz berücksichtigt wird. Damit bleibt das gemeinsame Public-Viewing-Erlebnis auch bei dieser WM mit ungewöhnlichen Spielzeiten möglich.

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