WM-Ticket-Skandal: Fifa steht nach Sitzplatz-Zuweisung in der Kritik
WM-Ticket-Skandal: Fifa in der Kritik nach Sitzplatz-Zuweisung

WM-Ticket-Skandal: Fifa steht nach Sitzplatz-Zuweisung in der Kritik

Die Fifa um Präsident Gianni Infantino (56) sieht sich massiver Kritik ausgesetzt. Ein brisanter Bericht von „The Athletic“ enthüllt, dass Fußballfans weltweit bei der Vergabe der Tickets für die Weltmeisterschaft 2026 (11. Juni bis 19. Juli in Mexiko, Kanada und den USA) getäuscht worden sein könnten. In den Hauptverkaufsfenstern im Herbst und Winter vergangenen Jahres hat die Fifa über drei Millionen Tickets verkauft, wobei Fans damals keine konkreten Plätze auswählen konnten, sondern nur eine bestimmte Anzahl Tickets in einer von vier Preiskategorien kaufen durften.

Fans erhalten schlechtere Plätze als bezahlt

Jetzt, bei der finalen Sitzzuweisung, gab es für viele Fans ein böses Erwachen. Sie sollen Tickets aus schlechteren Preiskategorien erhalten haben, als sie ursprünglich gekauft hatten. Wer ein Ticket in der teuersten Rubrik (Preiskategorie 1) erworben hatte, erwartete laut Sitzplan Plätze im untersten Level rund um das Spielfeld oder im ersten Rang in bester Lage. Stattdessen finden sich viele Fans nun fast ausschließlich hinter dem Tor oder an der Eckfahne wieder, statt auf Höhe der Mittellinie, die eigentlich zur Preiskategorie 1 zählen sollte.

Es wird berichtet, dass zahlreiche Fans plötzlich Tickets in Bereichen zugewiesen bekommen haben, die ursprünglich als Preiskategorie 2 gelistet waren, obwohl sie Karten in Preiskategorie 1 gekauft hatten. Dies hat zu großer Verärgerung geführt, da viele Fans viel Geld in die Hand genommen haben, in der Hoffnung auf die besten Plätze im Stadion.

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Vermutung: VIPs erhalten Vorrang

Die brisante Vermutung der Fans lautet, dass die begehrten Plätze zentral im Unterrang nie oder nicht bei allen Spielen für normale Fans vorgesehen waren, obwohl dies anders ausgewiesen wurde. Stattdessen sollen diese Plätze für VIPs, Geschäftspartner und Hospitality-Pakete reserviert worden sein. Recherchen von „The Athletic“ unterstützen diese Theorie, da im Fifa Ticketing-Portal und auf offiziellen Resale-Plattformen keine dieser Plätze erhältlich waren, insbesondere bei Spielen mit großer Nachfrage.

Ein Fan namens Nick, der ebenfalls Tickets in der ersten Preiskategorie gekauft hatte, äußerte im Gespräch mit „The Athletic“ seine Wut: „Ich habe das Gefühl, dass die Fifa uns absichtlich in die Irre geführt hat, als sie uns diesen Sitzplan zur Verfügung gestellt hat und uns glauben ließ, wir hätten eine Chance, direkt am Spielfeld zu sitzen – obwohl das in Wirklichkeit von Anfang an nie möglich war.“ Er sprach auch davon, manipuliert und ausgenutzt worden zu sein.

Fifa weist Vorwürfe zurück

Die Fifa erklärt in einer E-Mail an „The Athletic“, die Fans keineswegs getäuscht zu haben. Der Verband weist darauf hin, dass die „indikativen Kategoriekarten“ dazu gedacht waren, Fans zu helfen, zu verstehen, wo sich ihre Plätze in einem Stadion befinden könnten, und nicht die exakte Sitzplatzverteilung darzustellen. Diese Karten sollten Orientierung geben und die generelle Ausdehnung jeder Ticketkategorie im Stadion abbilden.

Es ist bekannt, dass die Fifa ihre Grafiken der Sitzpläne für viele Spiele immer wieder leicht angepasst hat, vermutlich zu ihren Gunsten, um maximalen Profit aus den Verkäufen zu schlagen. In den von den Fans unterzeichneten Allgemeinen Geschäftsbedingungen ist diese Vorgehensweise festgehalten, wodurch die Käufer kaum rechtlich dagegen vorgehen können.

Der Skandal wirft ernste Fragen zur Transparenz und Fairness im Ticketing-Prozess der Fifa auf und hat das Vertrauen vieler Fußballfans weltweit erschüttert. Die Debatte über die Vergabepraxis bei Großveranstaltungen wie der WM wird voraussichtlich weiter anhalten.

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