WrestleMania Tag 1: Ein Frust-Spektakel statt Wrestling-Höhenflug
So hatten sich die Wrestling-Fans die größte WWE-Show des Jahres in Las Vegas garantiert nicht vorgestellt! Am Morgen nach dem ersten Tag von WrestleMania herrscht pure Enttäuschung. Statt spektakulärer Höhepunkte gab es Frust pur, der sich durch das gesamte Event zog. Im Internet gehen die Fans steil, die Kommentarspalten explodieren vor Kritik, und selbst Fachmagazine halten mit ihrer negativen Bewertung nicht zurück.
Chaotischer Main Event und ratlose Zuschauer
Der Tenor ist eindeutig: Kaum Highlights, viel zu wenig reines Wrestling und stattdessen eine Überdosis Werbung. Der Main Event zwischen Cody Rhodes und Randy Orton entwickelte sich zu einer einzigen Enttäuschung. Bereits zu Beginn sorgte Ex-Kommentator Pat McAfee für Chaos, als er Rhodes im Ring attackierte, nur um kurz darauf von Promi-Gast Jelly Roll ausgeschaltet zu werden.
Viele dachten: Jetzt geht es endlich los mit dem eigentlichen Wrestling! Doch Fehlanzeige. Die ersten zehn Minuten des Matches waren zäh, langsam und ohne klare Reaktionen aus dem Publikum. Die Fans wussten nicht einmal, wen sie anfeuern sollten. Randy Orton, eigentlich der Bösewicht, wurde von allen geliebt, verhielt sich aber zunächst wie ein Gutmensch. Cody Rhodes, der eigentliche Held, kassierte Buh-Rufe und agierte teilweise wie ein Schurke. Die Storyline passte vorne und hinten nicht zusammen.
Erst als Orton zu bluten begann, kam kurzzeitig Spannung auf. Doch dann der nächte Bruch: McAfee kehrte zurück, spielte den Schiedsrichter – und wurde prompt von Orton ausgeknockt. Am Ende gewann Cody Rhodes den Titel, doch die Reaktion im Stadion war praktisch null. Kein Jubel, keine Emotionen, nur ratlose Gesichter. Bei der Fan-Seite Cagematch hat die Show aktuell eine miese Bewertung von 2,5 von 10 Punkten – ein Desaster für eine WrestleMania.
Verschenktes Potenzial und kuriose Matches
Auch der Rest der Show enttäuschte auf ganzer Linie. Das Match zwischen Gunther und Seth Rollins lieferte zwar solides Wrestling, dauerte aber nur 15 Minuten. Jeder hätte sich mindestens zehn weitere Minuten gewünscht, doch die WWE ließ diese Chance ungenutzt verstreichen. Liv Morgan gewann ihr Match gegen Stephanie Vaquer in unter sieben Minuten – ein absoluter Witz für ein WrestleMania-Event.
Die Schwangerschaftsverkündung von Bianca Belair war zwar nett gemeint, passte aber bei WrestleMania völlig fehl am Platz. Becky Lynch gegen AJ Lee blieb blass und farblos, genau wie der Opener, der sich hauptsächlich um den Streamer iShowSpeed drehte. Der Street Fight zwischen Drew McIntyre und Jacob Fatu war nett anzusehen, bot aber nicht mehr als das.
50.000 enttäuschte Fans und gespoilerte Überraschungen
Am Ende bleibt ein bitterer Eindruck: WrestleMania Tag 1 war für viele Fans ein kompletter Reinfall. Selbst Überraschungen wie das Comeback von Paige wurden im Vorfeld gespoilert – die WWE schaffte es nicht einmal, ihre eigenen Geheimnisse zu schützen. Das Resultat sind 50.000 enttäuschte Zuschauer im Allegiant Stadium in Las Vegas und Millionen Fans weltweit, die nun auf Besserung hoffen.
Jetzt liegt alle Hoffnung auf Tag 2 von WrestleMania, der live ab Mitternacht bei Netflix zu sehen sein wird. Die WWE muss dringend nachlegen, um das Vertrauen der enttäuschten Fans zurückzugewinnen. Die aktuellsten Folgen von „SmackDown“ und „RAW“ sind weiterhin live bei BILD zu sehen.



