Die Hamburg Open am Rothenbaum müssen in diesem Jahr ohne ihren größten Star auskommen. Alexander Zverev (29), die Nummer 3 der Tennis-Welt, sagte am Freitag seine Teilnahme an dem ATP-500-Turnier (16. bis 23. Mai) ab. Grund sind laut Veranstalter anhaltende Rückenprobleme, die den gebürtigen Hamburger bereits die gesamte Sandplatzsaison über beeinträchtigt haben.
Enttäuschung beim Turnierdirektor
Turnierdirektor Enric Molina (52) hatte bis zuletzt auf eine Zusage gehofft. Doch kurz vor Nennungsschluss am Freitag stand fest: Zverev wird nicht in seiner Heimatstadt aufschlagen. Molina zeigte Verständnis für die Entscheidung: „Natürlich bedauern wir die Absage von Alexander Zverev sehr. Hamburg ist seine Heimatstadt, und wir wissen, wie viel es ihm bedeutet, hier vor seinen Fans am Rothenbaum zu spielen. Gleichzeitig verstehen wir die unglücklichen Umstände seiner Verletzung voll und ganz und wünschen ihm eine schnelle Genesung. Wir freuen uns darauf, ihn in Zukunft wieder bei uns begrüßen zu dürfen.“
Rückzug nach Rom-Pleite
Zverev hatte bereits nach seinem enttäuschenden Achtelfinal-Aus beim Masters in Rom angedeutet, dass er das Heimspiel auslassen würde. Gegen den Italiener Luciano Darderi (24) vergab er vier Matchbälle und verlor überraschend mit 6:1, 6:7, 0:6. Nach der Partie betonte der angeschlagene Star, er habe nun fast zwei Wochen Pause bis zu seinem nächsten Match und wolle sich für die French Open in Paris (24. Mai bis 7. Juni) schonen. „Das Hauptziel ist, in Paris das beste Tennis zu zeigen. Da muss ich meinen Spielplan schlau gestalten“, hatte er zuvor mehrfach betont.
Chancen in Paris
Durch die Absage der Nummer 2 Carlos Alcaraz (23/Spanien) ist Zverev in Paris an Position zwei gesetzt. Dadurch würde er beim zweiten Grand Slam des Jahres erst im Finale auf seinen Angstgegner Jannik Sinner (24/Italien) treffen. Die Rückenprobleme könnten diese Pläne jedoch durchkreuzen.
Ersatz aus Australien
Als Ersatz für Zverev konnte Molina den Australier Alex de Minaur (27) verpflichten. Die Nummer 8 der Welt schlägt zum ersten Mal in Hamburg auf. Durch de Minaur bleiben drei Top-10-Profis im Teilnehmerfeld. Für die Tennis-Fans ist die Absage von Zverev dennoch ärgerlich – vor einem Jahr hatte der Weltranglisten-Erste Sinner in letzter Minute für das Traditionsturnier abgesagt.



