Zwei Spiele Sperre für Schalkes Torjäger Edin Dzeko
Der Zweitliga-Tabellenführer Schalke 04 muss im entscheidenden Aufstiegskampf der kommenden Wochen auf seinen erfahrenen Mittelstürmer Edin Dzeko verzichten. Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bunds hat den bosnischen Nationalspieler, der erst am Dienstag seinen 40. Geburtstag feierte, wegen rohen Spiels für zwei Partien gesperrt.
Rote Karte im Duell gegen Hannover 96
Die Sperre resultiert aus dem Zweitliga-Spiel am vergangenen Sonntag gegen Hannover 96, das 2:2 endete. In der 52. Spielminute traf Dzeko den Hannoveraner Husseyn Chakroun mit dem hohen Fuß am Oberkörper. Schiedsrichter Robert Braun bewertete diese Aktion als so gefährlich, dass er den Schalker Stürmer umgehend des Feldes verwies.
Damit fehlt der erfahrene Torjäger, der seit seinem Wechsel zu den Königsblauen bereits sechs Tore erzielt hat, in zwei hochkarätigen Begegnungen. Am kommenden Samstagabend um 20:30 Uhr steht das Spitzenspiel beim direkten Verfolger Darmstadt 98 an. Eine Woche später folgt das Heimspiel gegen den Karlsruher SC.
Schalke plant juristischen Gegenangriff
Wie der TV-Sender Sky exklusiv berichtet, will der FC Schalke 04 die Entscheidung des Sportgerichts nicht kampflos hinnehmen. Die Vereinsführung plant offenbar einen formellen Einspruch gegen die zweispielige Sperre. Hintergrund ist die Bedeutung Dzekos für das Aufstiegsrennen der Gelsenkirchener.
Der erfahrene Stürmer bringt nicht nur seine Torjägerqualitäten ein, sondern auch wichtige Führungsqualitäten in der entscheidenden Phase der Saison. Die Königsblauen führen aktuell die Tabelle der 2. Bundesliga an und wollen den direkten Wiederaufstieg in die erste Liga perfekt machen.
Die Entscheidung über einen möglichen Einspruch wird in den kommenden Tagen erwartet. Sollte Schalke tatsächlich Einspruch einlegen, müsste das DFB-Sportgericht erneut über den Fall entscheiden. Bis dahin bleibt die Sperre vorerst bestehen und Dzeko würde die beiden wichtigen Partien verpassen.
Die Situation stellt Schalke-Trainer vor eine taktische Herausforderung. Er muss für die beiden Spiele ohne seinen Stammstürmer eine Alternative finden, die die Offensivkraft der Mannschaft aufrechterhalten kann. Gleichzeitig zeigt der Fall, wie emotional und intensiv das Aufstiegsrennen in der 2. Bundesliga in dieser Saison verläuft.



