Die Sehnsucht nach Köln treibt den SC Magdeburg und die Füchse Berlin in der Champions League an. Doch die Ausgangslage für das deutsche Duo im Kampf um das Final4-Ticket könnte unterschiedlicher kaum sein.
Magdeburg mit komfortabler Führung
Der designierte Meister aus Magdeburg geht am Donnerstag mit einem beruhigenden Sieben-Tore-Vorsprung ins Viertelfinal-Rückspiel gegen Pick Szeged. Nach dem 35:28-Erfolg in Ungarn ist der dreimalige Champions-League-Sieger auf dem besten Weg, sich zum vierten Mal in Serie für das Mega-Event zu qualifizieren und die Chance auf eine erfolgreiche Titelverteidigung zu wahren. SCM-Trainer Bennet Wiegert mahnt jedoch: „Wir haben eine gute erste Halbzeit gespielt. Aber wir müssen das Gleiche noch einmal zeigen. Wieder kämpfen und alles geben, damit wir unser Ziel Final4 erreichen und wieder nach Köln fahren können.“
Berlin unter Druck
Der Pokalsieger aus der Hauptstadt steht hingegen unter Zugzwang. Nach der knappen 34:35-Niederlage im Hinspiel gegen One Veszprém müssen die Füchse am Mittwoch (18.45 Uhr) einen Rückstand aufholen. Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning warnt vor dem ungarischen Meister: „Wir haben im Hinspiel mit fünf Toren geführt und am Ende mit einem Tor verloren. Die kommen immer wieder. Gegen Veszprém hast du erst gewonnen, wenn du geduscht bist.“ Trainer Nicolej Krickau erwartet ein „brutales Spiel“ und betont: „Wir müssen nicht über das Torverhältnis nachdenken, wir müssen einfach das Spiel gewinnen. Es gibt keine Alternative.“
Bedeutung der Königsklasse für die Füchse
Für die Berliner ist das Erreichen des Final4 nicht nur sportlich, sondern auch wirtschaftlich von großer Bedeutung. „Es ist für uns auch aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten elementar wichtig, in der Champions League zu spielen“, erklärt Hanning. Nur so können die Füchse die nötigen Einnahmen generieren, um Topstars wie Welthandballer Mathias Gidsel langfristig zu binden. Gidsel selbst hofft auf eine Rückkehr nach Köln, wo die Berliner im Vorjahr im Finale am SC Magdeburg gescheitert waren. „Ich möchte gern dorthin zurückkehren“, sagt der Däne. „Aber es wird schwer, Veszprém zu schlagen.“



