Handball-EM 2026: Deutsche Nationalmannschaft hofft auf minimale Reisestrapazen
Nach dem erfolgreichen Abschluss der Qualifikation für die Europameisterschaft steigt bei den deutschen Handballerinnen bereits die Vorfreude auf das kommende Großereignis. Die Spielorte der EM-Runde, die vom 3. bis 20. Dezember 2026 in Polen, Rumänien, Tschechien, der Slowakei und der Türkei stattfindet, sind jedoch noch unbekannt und sorgen für eine gewisse Ungewissheit im Team des Deutschen Handballbundes.
Auslosung entscheidet über Reisestress
Erst nach der Auslosung am kommenden Donnerstag wird das DHB-Team von Bundestrainer Markus Gaugisch wissen, in welchem der fünf Gastgeberländer die Spiele ausgetragen werden und wie häufig die Mannschaft reisen muss. Alina Grijseels, die beim abschließenden Qualifikationsspiel am Sonntag in Hamm gegen Belgien ihren 30. Geburtstag feiert, äußerte sich dazu deutlich: „Wenn man so ein Highlight wie wir hatten, freut man sich auf das hoffentlich Nächste. Auch wenn es eine andere Ausgangslage als beim Heimturnier ist und wir auch nicht mehr unterschätzt werden.“
Wunsch nach möglichst wenig Ortswechseln
Die Hoffnung der Spielerinnen und des Trainerstabs ist eindeutig: Möglichst wenig Reisestress. Grijseels betonte: „Mir ist es relativ egal. Man will natürlich so wenig wie möglich weiterreisen, also nicht, dass man das Land von der Vorrunde zur Hauptrunde wechseln und dann zur Finalrunde wieder in ein anderes Land muss.“ Co-Trainer Frederick Griesbach unterstützte diese Aussage und fügte hinzu: „Wir können es nicht beeinflussen. Am Stressfreiesten wäre es, so wenig wie möglich zu reisen.“
Herausforderung trotz Vize-Weltmeister-Status
Deutschland geht als Vize-Weltmeister in das Turnier, ist jedoch trotz der Platzierung in Topf 1 nicht gesetzt. Das bedeutet, dass die Mannschaft theoretisch in jede Gruppe und jedes der fünf Gastgeberländer zugelost werden kann. Diese Ungewissheit stellt eine zusätzliche Herausforderung dar, da die Spielerinnen neben der sportlichen Leistung auch mit den Belastungen durch mögliche häufige Ortswechsel umgehen müssen.
Die erfolgreiche Qualifikation, die mit einem Heimspiel in Hamm gegen Belgien abgeschlossen wurde, hat das Team motiviert, doch die Planung für die EM bleibt vorerst im Ungewissen. Die Spielerinnen und der Trainerstab hoffen auf eine günstige Auslosung, die lange Reisen zwischen den verschiedenen Gastgeberländern vermeidet und so die physische sowie mentale Belastung während des Turniers reduziert.



