Erstes Wiedersehen nach historischem WM-Coup: Handballerinnen starten mit Schwung
Mit dem Rückenwind des sensationellen Silber-Erfolgs bei der Heim-Weltmeisterschaft starten die deutschen Handballerinnen in die entscheidende Phase der EM-Qualifikation. 80 Tage nach dem historischen Turnier kam das DHB-Team erstmals wieder zusammen – und die Stimmung könnte kaum besser sein. Bundestrainer Markus Gaugisch hat sein Team klar auf Kurs gebracht, um die Qualifikation für die Europameisterschaft mit einem Doppelsieg gegen Slowenien zu perfektionieren.
Positive Stimmung und klare Zielsetzung beim DHB-Team
Die Bilder aus dem Trainingslager sprechen eine deutliche Sprache: Torhüterin Katharina Filter plauderte bestens gelaunt mit ihrer Kollegin Sarah Wachter, während Emily Vogel in einem entspannten Gespräch mit Bundestrainer Gaugisch lachte. „Die Vorfreude ist groß“, bestätigte der Coach vor den beiden entscheidenden Qualifikationsspielen. Die Mission ist eindeutig definiert: „Wir wollen uns mit zwei Siegen gegen Slowenien qualifizieren“, stellte Gaugisch unmissverständlich klar.
Der Erfolgstrainer, der seinen Vertrag beim Deutschen Handballbund nach der WM bis 2028 verlängerte, hat mit seiner Mannschaft ambitionierte Ziele. „Wir haben im Dezember mit unserem Auftreten eine exzellente Basis für die Zukunft gelegt. Jetzt wollen wir die nächsten wichtigen Schritte gehen, um uns dauerhaft in der Weltspitze zu etablieren.“ Als fernes Ziel schweben den Handballerinnen bereits die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles vor.
EM-Qualifikation: Deutschland führt Gruppe an
Die Ausgangslage für die deutschen Handballerinnen könnte besser kaum sein. Nach zwei souveränen Siegen in der Qualifikation führt das DHB-Team die Gruppe 3 mit voller Punktzahl an. Mit zwei weiteren Erfolgen gegen Slowenien könnte die Qualifikation für die Europameisterschaft bereits bis Sonntag besiegelt werden. Die Endrunde des Turniers findet vom 3. bis 20. Dezember in fünf verschiedenen Ländern statt: Polen, Rumänien, Tschechien, der Slowakei und der Türkei. Die Auslosung der Gruppen erfolgt am 16. April im polnischen Kattowitz.
Von den 14 Vizeweltmeisterinnen, die bei den anstehenden Länderspielen dabei sind, ragt besonders Viola Leuchter heraus. Die Rückraumspielerin wurde kürzlich zur Nachwuchs-Welthandballerin des Jahres gekrönt und nutzte die Zeit vor dem Trainingslehrgang in Großwallstadt noch für einen kurzen Besuch bei ihren Großeltern in der Heimat. „Ich habe mir ein paar wertvolle Tipps abgeholt“, scherzte die talentierte Spielerin, die seit vergangenem Sommer beim dänischen Top-Club Odense Handbold unter Vertrag steht.
Personelle Veränderungen im Kader
Kurzfristige Ausfälle trüben die positive Grundstimmung nur minimal. Mit Xenia Smits und Aimée von Pereira müssen zwei wichtige Leistungsträgerinnen verletzungsbedingt passen. Für sie rücken Dana Bleckmann und Jolina Huhnstock in den Kader nach. Eine besondere Note bringt Linkshänderin Farrelle Njinkeu ins Team – für sie bedeutet die Nominierung das lang ersehnte Länderspiel-Debüt.
Die beiden Partien gegen Slowenien finden am Mittwoch um 18 Uhr in Celje sowie am Sonntag um 15.30 Uhr in Heidelberg statt. Für die deutschen Handballerinnen geht es nicht nur um die EM-Qualifikation, sondern auch darum, den beeindruckenden Schwung der WM-Festwochen in die kommenden Herausforderungen mitzunehmen und sich als feste Größe im internationalen Handball zu etablieren.



