Handball-Krimi in Schwerin: Mecklenburger Stiere retten Unentschieden in letzter Sekunde
Stiere retten Handball-Unentschieden in letzter Sekunde

Dramatisches Derby in der Regionalliga Ostsee-Spree

Die Handball-Regionalliga Ostsee-Spree erlebte am Wochenende ein atemberaubendes Derby zwischen den Mecklenburger Stieren aus Schwerin und dem HSV Insel Usedom. In einer Partie voller Spannung und Emotionen retteten die Gastgeber in den letzten Sekunden ein 27:27-Unentschieden und sorgten damit für grenzenlosen Jubel in der Halle an der Hamburger Allee.

Die entscheidenden letzten Minuten

Die Schlussphase des MV-Duells war nichts für schwache Nerven. Die Gäste vom HSV Insel Usedom führten noch 57 Minuten nach Spielbeginn mit 26:24 und behielten sogar 61 Sekunden vor dem Abpfiff mit 27:25 die Oberhand. Doch Schwerins Coach Michael Gutsche hatte eine letzte taktische Maßnahme parat: die komplette Manndeckung.

Den Landeshauptstädtern kam die dritte Strafe für den Usedomer David Nowomiejski entgegen. Rechtsaußen Lubomyr Ivanytsia gelang 32 Sekunden vor dem Abpfiff der wichtige Anschlusstreffer zum 26:27. Nach einer spektakulären Balleroberung beim nächsten Angriff der Insulaner vollendete Kapitän Matti Wagner sieben Sekunden vor Schluss den sensationellen Ausgleich zum 27:27.

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Coach Gutsche analysiert die Partie

„Ein verdienter Punktgewinn für uns, zumal wir 40 Minuten lang die Partie dominierten“, sagte Michael Gutsche nach dem Spiel. „Leider hatten wir uns durch ungenutzte Torgelegenheiten mehrfach nicht absetzen können.“ Der Coach verwies auf die Stationen 8:6 (19. Minute), 11:8 (23. Minute) und 13:10 (27. Minute), in denen seine Mannschaft die Führung hätte ausbauen können.

Besonders positiv hob Gutsche die Defensivarbeit hervor: „Die Defensive arbeitete gut mit Torwart Jaris Sarrach zusammen, der bei den Gästen mehrfach den Meister fand.“ Sarrach zeigte eine starke Leistung zwischen den Pfosten und war maßgeblich am Punktgewinn beteiligt.

Die Wendepunkte des Spiels

Nach einer Schwächephase der Stiere, die nach dem 17:15 einsetzte, bekam Usedom Morgenluft zu schnuppern. Mehrere Angriffe der Schweriner blieben erfolglos, und das Blatt wendete sich dramatisch. Zum 17:17 glich der HSV in der 44. Minute aus, und elf Minuten vor Schluss stand es sogar 21:18 für die Gäste.

Doch die Mecklenburger Stiere wankten, fielen aber nicht. Kapitän Matti Wagner, der in der kommenden Saison das Trikot des Drittligisten TSV Altenholz tragen wird, ging voran und riss seine Nebenleute mit. „Kämpferisch war das wirklich überzeugend“, lobte Gutsche die mentale Stärke seiner Mannschaft.

Die Tabellensituation

Trotz des hart erkämpften Punktgewinns musste das Team von Coach Gutsche bei Punktgleichheit dem HC Empor Rostock II aufgrund der schlechteren Tordifferenz Platz fünf in der Tabelle überlassen. Die Mecklenburger Stiere zeigten jedoch Charakter und bewiesen, dass sie auch unter Druck zu großen Leistungen fähig sind.

Die Torschützen der Stiere: Matti Wagner (7 Tore, davon 2 Siebenmeter), Wolf (4), Kortstegge (3), Lübbert (3), Müller (3), Runge (2), Ivanytsia (2), Schwaß (2), Finkenstein (1). Eine Mannschaftsleistung, die am Ende mit einem verdienten Punkt belohnt wurde.

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