Kabayel verärgert über Usyk: „Es ist einfach traurig“ – WM-Kampf in weiter Ferne
Kabayel kritisiert Usyk: WM-Kampf in weiter Ferne

Deutscher Boxprofi Kabayel übt scharfe Kritik an Weltmeister Usyk

Der deutsche Schwergewichtsboxer Agit Kabayel hat in einem emotionalen Statement seine Enttäuschung über den ukrainischen Champion Oleksandr Usyk zum Ausdruck gebracht. „Ich habe Usyk immer sehr respektiert für seine sportliche Leistung und gesagt: 'Hey, der scheut keine Herausforderung und ist ein Mann seines Wortes.' Es geht ihm aber nur ums Geld, alles andere ist für ihn uninteressant. Das habe ich jetzt noch mal extrem gemerkt“, erklärte der 33-Jährige gegenüber RTL/ntv und dem Portal „sport.de“.

Usyks Kampfpläne lassen Kabayel außen vor

Usyk, der Träger der WM-Gürtel der Verbände WBC, WBA und IBF, hatte in einem Gespräch mit „The Ring“ seine letzten drei Kämpfe der Karriere skizziert. Darunter sind:

  • Ein Duell gegen Kickboxer Rico Verhoeven am 23. Mai an den Pyramiden von Gizeh
  • Ein Kampf gegen den Sieger aus dem WM-Duell am 9. Mai zwischen Fabio Wardley und Daniel Dubois
  • Ein mögliches Duell gegen den zuletzt erneut auf die Box-Bühne zurückgekehrten Tyson Fury

Kabayel, der als zweiter deutscher Schwergewichtler nach Max Schmeling vor mehr als 95 Jahren den Weltmeistertitel gewinnen will, reagierte verbittert: „Wie kann er die Nummer eins der Rangliste, seinen Pflichtherausforderer, nicht nennen? Es ist einfach traurig, dass er lieber ein drittes Mal gegen Dubois oder Fury kämpfen will, obwohl er beide schon zweimal besiegt hat.“

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

WBC-Verband erhöht Druck auf Usyk

Der Verband WBC hatte den dreifachen Weltmeister Usyk zuletzt verdonnert, nach einem freiwilligen Titelkampf seinen WBC-Gürtel gegen Kabayel – den WM-Interimschampion des Verbands WBC – zu verteidigen. Sollte Usyk nach seinem Kampf gegen Kickboxer Verhoeven nicht gegen Kabayel antreten, müsste er den Regularien entsprechend den WBC-Gürtel niederlegen. Laut Kabayel-Management würde der Titel dann automatisch an Kabayel gehen, der ihn verteidigen müsste.

Der Bochumer Boxprofi wünscht sich nun dringend eine Perspektive und sieht auch den Verband WBC in der Pflicht. Die Pläne für einen Kampf des bislang in 27 Profiduellen ungeschlagenen Schwergewichtlers in Dortmund im Mai seien laut Kabayel „vom Tisch“. Dies unterstreicht die angespannte Situation und die wachsende Frustration des deutschen Hoffnungsträgers.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration