Agit Kabayel erhält WM-Chance: Entweder Duell gegen Usyk oder direkter Titelgewinn
Kabayel: WM-Kampf gegen Usyk oder direkter Titel

Deutscher Box-Star steht vor historischer WM-Chance

Nach langem Warten bahnt sich für Agit Kabayel endlich die große Gelegenheit an. Der 33-jährige deutsche Boxer, der aktuell den Status als Interims-Weltmeister des World Boxing Council (WBC) innehat, erhält die Möglichkeit, sich zum regulären Schwergewichts-Weltmeister zu boxen. Diese Entscheidung wurde vom WBC offiziell getroffen und stellt einen bedeutenden Meilenstein in Kabayels Karriere dar.

Usyk muss gegen Kabayel antreten oder Titel abgeben

Der WBC hat eine klare Anordnung erlassen: Der aktuelle Superstar Oleksandr Usyk muss nach einer freiwilligen Titelverteidigung als Nächstes gegen den deutschen Interims-Champion antreten. Sollte der 39-jährige Ukrainer dieser Verpflichtung nicht nachkommen, müsste er den prestigeträchtigen WBC-Gürtel abgeben. In diesem Fall würde Kabayel automatisch und ohne direkten Ringkampf zum Weltmeister erklärt werden.

WBC-Präsident Mauricio Sulaiman bestätigte diese Regelung mit den Worten: „Usyk wurde eine freiwillige Titelverteidigung gewährt. Danach muss er gegen den Interims-Champion kämpfen.“ Nach vorliegenden Informationen verfügt das Team von Kabayel sogar über eine schriftliche Bestätigung dieser bedeutsamen Entscheidung.

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Zeitplan und mögliche Veranstaltungsorte

Der aktuelle Plan sieht vor, dass Usyk im Frühjahr – wahrscheinlich im April oder Mai – zunächst gegen den niederländischen Herausforderer Rico Verhoeven antreten wird. In diesem Kampf würde der Ukrainer alle seine WM-Titel (WBC, WBA und IBF) aufs Spiel setzen. Im Anschluss daran wäre ein Duell gegen Kabayel für Usyk unausweichlich, es sei denn, er entscheidet sich bewusst dafür, den WBC-Gürtel niederzulegen.

Bereits Ende Januar war bekannt geworden, dass es am Rande des Box-Events „The Ring VI“ zu einem geheimen Treffen zwischen Kabayels Manager Spencer Brown und Usyks Sportdirektor Sergej Lapin gekommen war. Mittlerweile hat sich die Information verbreitet, dass auch Usyk persönlich bei diesem Gespräch anwesend gewesen sein soll. Kabayel befand sich zu diesem Zeitpunkt bereits im Urlaub in Dubai. Die Gespräche sollen insgesamt positiv verlaufen sein, und dem Ukrainer wird eine aufgeschlossene Haltung gegenüber einem Kampf in Deutschland nachgesagt.

Agit Kabayel hatte zuletzt in einem Interview mit DAZN seine Ambitionen deutlich gemacht: „Ich möchte die größten Kämpfe nach Deutschland bringen. Die Nummer 1 gegen die Nummer 2 im Schwergewicht wäre das beste Duell. Damit kann man vielleicht das Westfalenstadion füllen.“ Damit bezog sich der deutsche Boxer auf den Signal-Iduna-Park in Dortmund, der über 80.000 Zuschauern Platz bieten würde. Auch das Stadion in Düsseldorf kommt als möglicher Veranstaltungsort in Betracht – dort fand 2015 der letzte große Schwergewichts-Kampf auf deutschem Boden zwischen Wladimir Klitschko und Tyson Fury statt.

Historische Bedeutung für den deutschen Boxsport

Diese Entwicklung markiert einen potenziell historischen Moment für den deutschen Boxsport. Sollte Kabayel tatsächlich Weltmeister werden – entweder durch einen Sieg gegen Usyk oder durch dessen Titelverzicht – wäre er der erste deutsche Schwergewichts-Weltmeister seit Max Schmeling. Die Entscheidung des WBC unterstreicht Kabayels herausragende Position in der aktuellen Box-Landschaft und bestätigt seinen Status als ernstzunehmender Titelanwärter.

Die kommenden Wochen werden zeigen, wie sich die Situation konkret entwickelt. Fest steht jedoch, dass Agit Kabayel nun endlich die lang ersehnte Chance erhalten hat, sich in die Geschichtsbücher des Boxsports einzutragen. Für deutsche Boxfans könnte sich damit ein Traum erfüllen, der seit Jahrzehnten auf seine Verwirklichung wartet.

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