Kabayel wütend auf Usyk: Deutscher Boxer fühlt sich vom Weltmeister ignoriert
Kabayel wütend auf Usyk: Boxer fühlt sich ignoriert

Deutscher Boxer fühlt sich von Weltmeister übergangen

Die deutsche Box-Hoffnung Agit Kabayel hat scharfe Kritik am amtierenden Schwergewichts-Weltmeister Alexander Usyk geäußert. Der 33-jährige Deutsche fühlt sich in den Karriereplänen des ukrainischen Titelträgers bewusst übergangen und zeigt sich darüber zutiefst verärgert. Kabayel, der im Januar seinen 27. Profisieg in ebenso vielen Kämpfen feierte, sieht sich als legitimen Herausforderer, der vom Weltverband WBC sogar als Pflichtgegner anerkannt wurde.

Usyks Karrierepläne lassen Kabayel außen vor

Der ukrainische Weltmeister hatte kürzlich im renommierten Magazin The Ring seine Pläne für die mutmaßlich letzten drei Kämpfe seiner Karriere vorgestellt. In diesen will Usyk sich gegen Rico Verhoeven, den Sieger des Duells zwischen Fabio Wardley und Daniel Dubois sowie seinen alten Rivalen Tyson Fury stellen. Auffällig ist die Abwesenheit von Agit Kabayel in dieser Aufzählung, obwohl der Deutsche die Nummer eins der WBC-Rangliste ist.

"Wie kann er die Nummer 1 der Rangliste, seinen Pflichtherausforderer, nicht nennen?", fragt Kabayel im Interview mit RTL/ntv und sport.de. "Es ist einfach traurig, dass er lieber ein drittes Mal gegen Dubois oder Fury kämpfen will, obwohl er beide schon zweimal besiegt hat." Der deutsche Schwergewichtler hatte zuvor großen Respekt für Usyks sportliche Leistungen gezeigt, fühlt sich nun aber in seinen Erwartungen enttäuscht.

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Vorwurf der Geldgier gegen den Weltmeister

Kabayel wirft dem ukrainischen Champion vor, bei seinen Entscheidungen primär finanzielle Interessen zu verfolgen. "Ich habe Usyk immer sehr respektiert für seine sportliche Leistung und gesagt: 'Hey, der scheut keine Herausforderung und ist ein Mann seines Wortes.' Es geht ihm aber nur ums Geld, alles andere ist für ihn uninteressant. Das habe ich jetzt nochmal extrem gemerkt", erklärt der deutsche Boxer deutlich. Diese Aussage unterstreicht die Enttäuschung über die ausbleibende Chance auf einen Titelkampf.

Der Weltboxverband WBC hatte Usyk zuletzt dazu gedrängt, seinen Titel zeitnah gegen den deutschen Pflichtherausforderer zu verteidigen. Kabayels beeindruckende Bilanz von 27 Siegen in 27 Profikämpfen, zuletzt gegen den Polen Damian Knyba, macht ihn zu einem ernstzunehmenden Anwärter auf den Weltmeistertitel. Die Weigerung Usyks, sich dieser Herausforderung zu stellen, wirft Fragen über die Prioritäten des amtierenden Champions auf.

Sportliche versus kommerzielle Interessen

Die Situation verdeutlicht einen grundlegenden Konflikt im Profiboxen zwischen sportlichen und kommerziellen Erwägungen. Während Kabayel als offizieller Pflichtherausforderer ein sportlich legitimiertes Anrecht auf einen Titelkampf hat, scheint Usyk lukrativere Gegner zu bevorzugen. Die geplanten Kämpfe gegen bereits bekannte Kontrahenten wie Fury oder Dubois versprechen höhere Einnahmen, stellen aber keine neuen sportlichen Herausforderungen dar.

Für Agit Kabayel bedeutet diese Entwicklung eine herbe Enttäuschung in seiner Karriere. Der deutsche Schwergewichtler hatte sich durch konsequente Leistungen eine Position erarbeitet, die eigentlich einen Titelkampf rechtfertigen würde. Stattdessen muss er zusehen, wie der Weltmeister andere, aus seiner Sicht weniger verdiente Gegner bevorzugt. Diese Situation wirft ein Schlaglicht auf die Machtverhältnisse und Entscheidungsprozesse im internationalen Profiboxen.

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