Samuel Fitwi hat beim Hamburg-Marathon eine herausragende Leistung gezeigt und mit einer Zeit von 2:04:45 Stunden den zweiten Platz belegt. Damit lief der 28-Jährige die zweitbeste Zeit, die jemals ein Deutscher über die Marathondistanz erzielt hat. Nur 42 Sekunden fehlten ihm zum deutschen Rekord von Amanal Petros. Fitwi verbesserte seine persönliche Bestzeit aus dem Jahr 2024 um elf Sekunden und sicherte sich erstmals seit 27 Jahren wieder einen deutschen Podestplatz in Hamburg.
Fitwi: Erster Deutscher auf dem Podium seit 1999
Der gebürtige Eritreer, der 2014 nach Deutschland floh, sorgte für den ersten deutschen Podestplatz in Hamburg seit Carsten Eich, der 1999 ebenfalls Zweiter wurde. „Ich bin sehr glücklich mit dem Podium“, sagte Fitwi dem NDR. „Auf jeden Fall wird heute noch ein bisschen gefeiert.“ Den Sieg sicherte sich der Marokkaner Othmane El Goumri in 2:04:24 Stunden – nur 38 Sekunden langsamer als der Streckenrekord des Kenianers Amos Kipruto aus dem Vorjahr.
Streckenrekord bei den Frauen
Bei den Frauen stellte die Kenianerin Brillian Jepkorir Kipkoech einen neuen Streckenrekord auf. Ihre inoffizielle Zeit von 2:17:05 Stunden unterbot die alte Bestmarke der Äthiopierin Yalemzerf Yehualaw aus dem Jahr 2022 um 18 Sekunden. Insgesamt waren 20.000 Läuferinnen und Läufer für den Marathon gemeldet, dazu kamen 1600 Staffel-Quartetts und 8000 Teilnehmer beim Halbmarathon.
Fitwi, der 2014 aus Eritrea nach Deutschland kam, hatte anfangs nichts von seinem Lauftalent gewusst. Er fand eine Gastfamilie, absolvierte eine Lehre und startete bei seinem ersten Marathon. Sein Weg führte ihn bis ins deutsche Olympiateam. Der zweite Platz in Hamburg unterstreicht seine Entwicklung zu einem der besten deutschen Marathonläufer.



