Merlin Hummel hat das deutsche Hammerwerfen aufgeweckt. Vor den Halleschen Werfertagen spricht der Vize-Weltmeister über die Jagd nach einer magischen Marke. Es hat sich viel verändert: Verein, Wohnort, die Aufmerksamkeit. Merlin Hummel trinkt inzwischen morgens auch lieber Tee als Kaffee. Das Ziel, sein großes Ziel, hat der Mann, der den Hammerwurf in Deutschland aufgeweckt hat, aber nach wie vor jeden Tag fest vor Augen. „Die Tasse gibt es noch“, sagt Hummel. Die Frühstückstasse mit der 85 drauf. Was für 85 Meter steht. Es ist ein Geschenk seiner Mutter.
Der Weg zur Spitze
Seit seinem Wechsel zu einem neuen Verein und dem Umzug in eine andere Stadt hat sich Hummels Leben grundlegend gewandelt. Die öffentliche Wahrnehmung ist gestiegen, und mit ihr der Druck. Doch der Athlet bleibt fokussiert. „Früher oder später knallt es“, prophezeit er selbstbewusst. Die Halleschen Werfertage am kommenden Wochenende könnten der Ort sein, an dem die Bombe platzt. Die Konkurrenz ist gewarnt, denn Hummel hat in dieser Saison bereits starke Weiten gezeigt.
Die 85-Meter-Marke als Ziel
Die magische 85-Meter-Marke ist nicht nur auf seiner Frühstückstasse verewigt, sondern auch das erklärte Ziel für diese Saison. „Ich arbeite hart daran, endlich diese Schallmauer zu durchbrechen“, erklärt der Vize-Weltmeister. Mit gezieltem Training und verbesserter Technik fühlt er sich bereit für den großen Wurf. Die deutschen Leichtathletik-Fans fiebern mit, denn ein Erfolg bei den Halleschen Werfertagen wäre ein starkes Signal für die kommenden internationalen Meisterschaften.
Die Vorfreude ist groß, und die Erwartungen sind hoch. Merlin Hummel ist bereit, seine Frühstückstasse mit der 85 mit neuem Leben zu füllen. Ob es schon in Halle klappt, bleibt abzuwarten, aber eines ist sicher: Der Shootingstar der deutschen Leichtathletik wird alles geben, um seine Träume zu verwirklichen.



