Audi überrascht mit starkem Debüt in der Formel 1
In Ingolstadt dürfte die Erleichterung groß sein. Beim ersten Qualifying der Formel-1-Saison in Melbourne hat Audi einen beeindruckenden Einstand gefeiert. Der Brasilianer Gabriel Bortoleto steuerte den Silberpfeil mit den vier Ringen auf Anhieb in die Top Ten und sicherte sich Startplatz zehn für den Großen Preis von Australien. Sein Teamkollege Nico Hülkenberg verpasste den Einzug ins finale Qualifying-Segment nur knapp und startet von Position elf.
Solides Ergebnis trotz technischer Probleme
Das Debüt verlief nicht ganz reibungslos. Bortoleto musste in Q2 mit einem technischen Defekt an die Box rollen, was beinahe zu einem Auffahrunfall mit Arvid Lindblad führte. Dennoch zeigte sich das Team zufrieden. „Das war sehr dynamisch und hektisch, weil wir einige Problemchen hatten“, räumte Hülkenberg ein. „Aber die allerletzte Runde hat dann gesessen, deshalb bin ich ziemlich zufrieden, zumal wir noch viel Luft nach oben haben. Ein solides Ergebnis.“
Für Bortoleto hätte es sogar noch besser laufen können. Der Brasilianer betonte: „Ich glaube nicht, dass viele erwartet haben, dass wir so früh um eine Top-10-Position kämpfen. Das ist etwas, worauf wir sehr stolz sein können.“ Er verwies darauf, dass der Einstieg mit einer komplett neuen Power Unit eine besondere Herausforderung darstellt.
Teamchef Wheatley zeigt sich erleichtert
Jonathan Wheatley, der Teamchef von Audi und ehemalige Red-Bull-Manager, zeigte sich erleichtert über den gelungenen Start. „Dass Gabriel beim allerersten Rennen für Audi Q3 erreicht hat, ist etwas Besonderes“, betonte er. „Es zeigt, wie viel Arbeit in dieses Programm geflossen ist.“ Wheatley, der bereits mit Michael Schumacher bei Benetton zusammengearbeitet hat, weiß um die Schwierigkeiten des Weges an die Spitze.
Punkte im Rennen als realistisches Ziel
Mit den Startplätzen zehn und elf sind Punkte im ersten Rennen der Audi-Historie durchaus im Bereich des Möglichen. Bortoleto blickt optimistisch in die Zukunft: „Wenn wir schon so anfangen und dabei wissen, dass noch viel verbessert werden kann, sehe ich für dieses Team eine strahlende Zukunft.“ Hülkenberg formulierte nüchterner, aber ebenfalls positiv: „Für ein erstes Mal war das sehr anständig, und ich denke, wir sind innerhalb des Mittelfelds offenbar konkurrenzfähig.“
Der deutsche Premiumhersteller hat mit seinem Formel-1-Einstieg unter dem reaktivierten Werbeslogan „Vorsprung durch Technik“ somit die erste große Hürde genommen. Die Zweifel am Projekt sind zunächst verstummt, der Blick richtet sich nun auf das Rennen und die weitere Entwicklung der Saison.



