Formel 1: Motoren-Streit vor Testfahrten - Mercedes wehrt sich gegen illegale Vorwürfe
Formel 1: Motoren-Zoff vor Testfahrten - Mercedes wehrt sich

Formel 1: Motoren-Streit vor Testfahrten - Mercedes wehrt sich gegen illegale Vorwürfe

Die Formel 1 steht vor den ersten Testfahrten der neuen Saison in Bahrain bereits im Zeichen eines handfesten Motoren-Streits. Mehrere Konkurrenzteams hegen den Verdacht, dass der neue Antrieb von Mercedes möglicherweise nicht den strengen technischen Vorschriften entspricht. Teamchef Toto Wolff reagierte darauf mit deutlichen Worten und wies die Vorwürfe entschieden zurück.

Wolffs klare Botschaft an die Konkurrenz

„Da gibt es geheime Treffen, dann werden Briefe gesendet. Ich sage nur: Macht einfach Eure Arbeit“, erklärte der Mercedes-Teamchef in Richtung jener Teams, die die neue Antriebseinheit im W17 für illegal halten könnten. Wolff zeigte sich genervt von den mutmaßlichen Spielchen der Rivalen: „Vielleicht suchen sie nach Ausreden.“ Er betonte mit Nachdruck, dass der Mercedes-Antrieb für die kommende Saison zu „100 Prozent legal“ sei und alle erforderlichen Tests bestanden habe.

Auslöser des Konflikts: Das neue Reglement

Der Streit entzündet sich am komplett überarbeiteten Reglement, das in dieser Saison erstmals zur Anwendung kommt. Sowohl die technischen Vorschriften für die Antriebseinheiten als auch für die Chassis haben sich grundlegend verändert. Besonders im Fokus steht dabei das Verdichtungsverhältnis der Motoren, das den Grenzwert von 16:1 nicht überschreiten darf. Einige Konkurrenten vermuten, Mercedes könnte einen technischen Trick gefunden haben, um mehr Leistung aus dem Verbrennungsmotor herauszuholen.

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„Man muss nicht immer verstehen, was die Mitbewerber machen“, kommentierte Wolff die Situation. Er betonte, dass sich sein Team nicht mit Beschwerden über andere aufhalte, sondern konzentriert daran arbeite, das Bestmögliche aus dem eigenen Paket herauszuholen.

McLaren-Chef Brown unterstützt Mercedes

Unterstützung erhielt Mercedes ausgerechnet von einem Team, das mit seinen Motoren ausgestattet ist. McLaren-Chef Zak Brown äußerte sich gelassen zu den Vorwürfen. Zwar sei es der „Job“ der Herausforderer, „aus jedem vermeintlichen Vorteil eine Story zu machen“, doch die Realität sehe anders aus: „Der Motor ist völlig regelkonform und hat alle Tests bestanden.“

Bei den ersten nicht-öffentlichen Testfahrten in Barcelona hatte sich der neue Mercedes-Antrieb bereits als stark und zuverlässig präsentiert. Die offiziellen Testfahrten in Bahrain finden vom 11. bis 13. sowie vom 18. bis 20. Februar statt und werden erste konkrete Aufschlüsse über die Leistungsfähigkeit der neuen Motoren geben.

Norris erwartet chaotische Saison

Weltmeister Lando Norris von McLaren geht angesichts der umfassenden Regeländerungen von einer völlig neu gemischten Konstellation in der Königsklasse aus. Neben den neuen Motorenvorschriften kommt in dieser Saison auch ein Boost-Knopf für Überholmanöver zum Einsatz. „Es wird mehr Chaos im Rennen geben“, prophezeite der Brite mit Blick auf die am 8. März in Australien beginnende Saison.

Der Titelkampf zwischen Norris und seinen Kontrahenten hat somit noch nicht einmal begonnen, doch die Gemüter in der Formel 1-Welt sind bereits erhitzt. Die kommenden Testfahrten werden zeigen, ob die Befürchtungen der Konkurrenz berechtigt sind oder ob Mercedes tatsächlich nur die Möglichkeiten des neuen Reglements optimal ausgeschöpft hat.

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