Mick Schumacher kämpft als Letzter in der IndyCar-Wertung: Frust und Hoffnung beim Neustart
Mick Schumacher: Letzter in IndyCar-Wertung - Frust beim Neustart

Mick Schumacher als Letzter in der IndyCar-Wertung: Ein frustrierender Neuanfang

Mick Schumacher kennt Rückschläge nur zu gut. Seine Premierensaison in der IndyCar-Serie bereitet dem 27-Jährigen bisher zahlreiche frustrierende Momente. Nach vier Rennen belegt der Sohn von Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher im Gesamtklassement sogar den letzten Platz. Ein Ergebnis, das erst einmal sacken muss.

Neue Serie, neue Herausforderungen

„Es ist eine neue Serie, eine neue Umgebung. Das bedeutet, dass ich eine Menge Dinge zum ersten Mal lerne und auch viele Informationen in der IndyCar-Serie zum ersten Mal sammle“, erklärte Schumacher bereits vor seinem enttäuschenden Rennen über 90 Runden im Barber Motorsports Park bei Birmingham, Alabama. Dort landete er nur auf Platz 24.

Aktuell hat der Deutsche sogar drei Wochen Rennpause. Erst am 19. April geht es in Long Beach, Kalifornien, weiter. Diese Zeit nutzt Schumacher, um sich auf die kommenden Herausforderungen vorzubereiten. Die Familie in Texas besucht er dabei nur selten – zwei- oder dreimal im Jahr. Mama Corinna und Schwester Gina betreiben dort eine Pferdezucht auf rund 1,6 Quadratkilometern Land.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Druck als ständiger Begleiter

„Druck war schon immer Teil meiner Karriere und meines Racings. Für mich fühlt es sich so an, als ob ich mit wachsendem Druck noch besser werde“, meinte Schumacher. „Leute da draußen versuchen mir extra Druck aufzuerlegen, am Ende werden sie mir aber nie so viel aufladen, wie ich mir selber mache.“

Wer mit dem zentnerschweren Nachnamen Schumacher aufwächst, kennt sich mit XXL-Erwartungen aus – besonders in der Motorsportwelt. Rückschläge waren dabei stets einkalkuliert. Sein großer Traum war es immer, seinem Vater Michael nachzueifern und in die Königsklasse des Motorsports vorzustoßen.

Von der Formel 1 zum Neustart in den USA

Von 2021 bis 2022 war Mick Schumacher Stammpilot beim Formel-1-Team Haas, ehe er vor die Tür gesetzt wurde. Der junge Deutsche hatte sich mehr Zuspruch und Entwicklungszeit gewünscht, ähnlich wie in der Formel 3 und Formel 2, wo er sich nach schwierigen Starts jeweils in seinem zweiten Jahr zum Champion krönte.

Doch die Geduld bei Haas und dem damaligen Teamchef Günther Steiner war aufgebraucht. Nach einem Jahr als Ersatzfahrer bei Mercedes und zwei Jahren für Alpine in der Langstrecken-Weltmeisterschaft – inklusive Teilnahme am 24-Stunden-Rennen von Le Mans – entschied sich Schumacher für den Neuanfang in den USA.

Beim Rennstall Rahal Letterman Lanigan Racing (RLL), der dem dreimaligen IndyCar-Champion Bobby Rahal, TV-Moderator David Letterman und Unternehmer Mike Lanigan gehört, hofft Schumacher auf eine erfolgreiche Zukunft.

Herausforderungen und Lichtblicke

„Das erste Mal in der Startaufstellung war so ganz anders. Die Wagen standen vor dem Start in der Pitlane, so viele Leute drumherum und ich wusste nicht, was ich tun soll“, erinnerte sich Schumacher an sein Debüt in St. Petersburg, Florida, wo er nach einem unverschuldeten Auffahrunfall bereits in der ersten Runde ausschied.

Doch es gab auch ermutigende Momente: Nur eine Woche später legte Schumacher bei seinem Oval-Debüt auf dem Phoenix Raceway eine herausragende Qualifikation als Vierter hin. Im Rennen streikte dann jedoch bei einem Boxenstopp der Schlagschrauber – am Ende nur Platz 18.

Lob von einer IndyCar-Legende

Teamchef und IndyCar-Legende Bobby Rahal zeigt sich trotz der schwierigen Startphase zuversichtlich: „Er hat schon verheißungsvolle Ansätze gezeigt für jemanden, der noch nie in dieser Serie gefahren ist.“

Schumacher setzt auf den Faktor Zeit, damit sich in seinem Cockpit die Automatismen einstellen. „Das Wichtigste ist, dass ich mich immer wohler fühle, wenn ich ins Auto steige. Die Dinge sollen sich natürlich und mühelos anfühlen, so dass ich nicht groß darüber nachdenken muss, was ich gerade tue, sondern daran, was ich tun muss, um schneller zu fahren“, sagte der Deutsche.

In Kalifornien in drei Wochen soll es für ihn schon besser laufen. Die Hoffnung auf eine Trendwende bleibt trotz des frustrierenden Starts lebendig.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration