Olympia-Dorf in Cortina: Gratis-Kondome bereits vor Spielhälfte ausverkauft
Cortina: Olympia-Kondome schon vor Spielhälfte weg

Gratis-Kondome im olympischen Dorf von Cortina bereits vorzeitig ausverkauft

Im olympischen Dorf von Cortina d'Ampezzo sind nach einem aktuellen Zeitungsbericht bereits vor der Hälfte der Winterspiele die kostenlosen Kondome für die Athleten ausgegangen. Die italienische Tageszeitung La Stampa berichtet, dass die mehreren Tausend Präservative mit dem offiziellen Olympia-Logo, die für die Sportlerinnen und Sportler bereitgestellt wurden, vollständig aufgebraucht sind.

Tradition seit 1988 in Gefahr

Seit den Sommerspielen 1988 im südkoreanischen Seoul ist es bei Olympischen Spielen Standard, dass in den olympischen Dörfern kostenlose Kondome für die Athleten zur Verfügung stehen. Bei den Spielen 2024 in Paris wurden nach Angaben etwa 300.000 Verhütungsmittel verteilt. Auch bei den aktuellen Winterspielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo waren wieder Präservative vorgesehen – allerdings offenbar nicht in ausreichender Menge.

Ein namentlich nicht genannter Sportler sagte gegenüber der Stampa: „Die Vorräte waren in nur drei Tagen weg. Sie haben uns versprochen, dass noch mehr kommen werden. Aber wer weiß, wann?“ Ob es im olympischen Dorf in Mailand noch Kondome gibt, konnte nicht sofort geklärt werden. Dort tragen die Verpackungen neben den olympischen Ringen auch das Logo der Region Lombardei.

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Knapp 3.000 Athleten betroffen

Insgesamt nehmen an den Winterspielen, die noch bis zum 22. Februar andauern, etwa 2.900 Athletinnen und Athleten teil. Es bleibt unklar, ob es für die verbleibende Zeit der Spiele noch Nachschub an Verhütungsmitteln geben wird. Die schnelle Verteilung der Kondome wirft Fragen zur Planung und Bereitstellung dieser traditionellen Serviceleistung auf.

Die Situation in Cortina d'Ampezzo zeigt, dass trotz langjähriger Praxis bei Olympischen Spielen die Logistik für solche Angebote weiterhin Herausforderungen birgt. Die Athleten müssen nun möglicherweise auf alternative Quellen zurückgreifen oder auf die versprochene Nachlieferung warten.

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