IOC-Präsidentin Coventry verteidigt strenge Regeln nach Helm-Kontroverse
Coventry verteidigt IOC-Regeln nach Helm-Kontroverse

Coventry verteidigt IOC-Linie nach Helm-Kontroverse

Die Präsidentin des Internationalen Olympischen Komitees, Kirsty Coventry, hat nach der eskalierten Helm-Kontroverse um den ukrainischen Skeletonfahrer Wladyslaw Heraskewytsch das Regelwerk der Ringe-Organisation entschieden verteidigt. Bei einer Pressekonferenz am Freitag betonte die zweimalige Schwimm-Olympiasiegerin die Notwendigkeit klarer Richtlinien.

„Eine sehr gute Regel“

„Wenn jemand das Gefühl hat, dass wir etwas nicht angemessen tun, werden wir diese Diskussion eröffnen. Aber die Regeln sind die Regeln, wie sie heute gelten. Und ich glaube, es ist eine sehr gute Regel, weil sie ihren Zweck erfüllt“, erklärte Coventry mit Nachdruck. Die 42-Jährige, die vor ihrer Präsidentschaft auch zeitweise Vorsitzende der IOC-Athletenkommission war, verwies auf regelmäßigen Austausch mit den Aktiven.

Sie erläuterte weiter: „Die Athleten befürchteten, dass sie, wenn wir alles komplett öffnen würden, möglicherweise von Personen außerhalb des Sports aufgefordert würden, Botschaften zu verbreiten, mit denen sie nicht einverstanden sind.“ Genau deshalb gebe es „die Regeln und Richtlinien, die wir haben: um sicherzustellen, dass diese Räume klar definiert sind.“

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Der Fall Heraskewytsch

Heraskewytsch war am Donnerstag vom olympischen Wettkampf ausgeschlossen worden, weil er einen Helm hatte tragen wollen, auf dem Porträts von im Krieg von russischen Soldaten getöteten Sportlern aus der Ukraine zu sehen sind. Das IOC sieht darin einen klaren Verstoß gegen die Olympische Charta, die Meinungsäußerungen unter anderem auf dem Spielfeld untersagt. Der ukrainische Athlet zog gegen seine Disqualifikation vor den Sportgerichtshof CAS, um seine nachträgliche Starterlaubnis zu erwirken.

Respektvolles Gespräch

Coventry, die Heraskewytsch persönlich habe überzeugen wollen, nicht mit diesem Helm-Layout zu starten, berichtete von einem Gespräch, das „sehr gut“ und „respektvoll“ verlaufen sei. „Ich habe ihm gestern noch einmal erklärt, wie der Prozess abgelaufen ist, und ich hatte das Gefühl, dass ich dafür am besten geeignet bin, da ich die Athletengemeinschaft anführe“, so die IOC-Präsidentin.

Sie fügte hinzu: „So konnte ich beide Seiten beleuchten: Wo Athleten Freiraum brauchen, aber auch wo sie geschützt werden wollen.“ Coventry zeigte Verständnis für die Position des Skeletoni: „Ich denke, er hat das in gewisser Weise verstanden, war aber sehr von seinen Überzeugungen überzeugt, was ich durchaus respektiere. Leider ändert das aber nichts an den Regeln.“

Die Kontroverse um den Helm hat erneut die Spannung zwischen individueller Meinungsfreiheit und den strengen politischen Neutralitätsregeln des IOC verdeutlicht. Coventrys klare Haltung unterstreicht die Entschlossenheit der Organisation, ihre Richtlinien auch in emotional aufgeladenen Fällen durchzusetzen.

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