Abschied einer Biathlon-Ikone: Dorothea Wierer bestreitet letztes Rennen bei Olympia 2026
Dorothea Wierer: Letztes Rennen einer Biathlon-Ikone bei Olympia

Eine Ära geht zu Ende: Dorothea Wierers letztes olympisches Rennen

Heute schreibt Biathlon-Geschichte: Die italienische Ausnahmesportlerin Dorothea Wierer bestreitet beim olympischen Massenstart der Frauen in Antholz ihr letztes Rennen. Nach 17 Jahren im Weltcup und an der Schießbahn beendet die 35-jährige Südtirolerin ihre beeindruckende Karriere. Für Biathlon-Fans bedeutet dies den Abschied von einer wahren Ikone des Sports.

Emotionaler Abschied vor heimischem Publikum

„Es wird ein bisschen anders. Auf der einen Seite wird es Erwartungen geben, auf der anderen Seite versuche ich aber auch, es ein bisschen zu genießen“, beschrieb Wierer ihre Gefühlslage vor dem finalen Wettkampf gegenüber FondoItalia. Die Athletin zeigte sich unsicher, wie sie emotional reagieren wird: „Ich weiß nicht, wie es sich anfühlen wird. Vielleicht werde ich weinen, vielleicht lachen.“

Obwohl Wierer nicht mehr zu den absoluten Topfavoritinnen zählt, verspricht ihr letzter Auftritt bei Olympia ein emotionales Highlight der Spiele zu werden. Besonders bedeutsam ist der Heimvorteil: Vor italienischem Publikum will die Biathletin ihre Karriere würdevoll beenden.

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Gold als krönender Abschluss?

Eine olympische Goldmedaille fehlt noch in Wierers umfangreicher Sammlung. Bisher gewann sie vier olympische Medaillen (einmal Silber, dreimal Bronze), vier Weltmeistertitel, 17 Weltcupsiege in Einzelrennen sowie zwei Gesamt-Weltcup-Siege in den Saisons 2018/19 und 2019/20.

„Jeder strebt nach der Spitze. Auch wenn es mein letztes Rennen sein wird, werde ich versuchen, alles zu geben. So wie in jedem Rennen bisher“, betonte die Athletin ihren Kampfgeist. Ein Olympiasieg wäre der perfekte Abschluss ihrer außergewöhnlichen Laufbahn.

Verdienste für den italienischen Biathlon

Teamkollege Tommaso Giacomel, aktuell Zweiter im Gesamtweltcup der Männer, würdigte Wierers Beitrag zum Sport: „Wenn Biathlon heute in Italien so beliebt ist, dann ist das zu 90 Prozent ihr Verdienst – das ist eine Tatsache.“

Wierer selbst ist sich ihrer Rolle bewusst: „Ich bin mir bewusst, dass ich viel zum Wachstum einer Sportart beigetragen habe, die in Italien praktisch unbekannt war, die aber dank meiner Ergebnisse und denen des gesamten Teams langsam bekannt wird.“

Besondere Trainingssituation und Zukunft

In den letzten Jahren trainierte Wierer ungewöhnlicherweise mit dem Männerteam, nicht mit dem Frauenteam um Lisa Vittozzi. Hintergrund ist das seit Jahren angespannte Verhältnis zwischen den beiden italienischen Biathletinnen.

Was nach dem Karriereende kommt, steht noch nicht genau fest. Einen Traum hat Wierer bereits verraten: Sie möchte Mutter werden. Coach Fabio Cianciana betonte die Bedeutung des Tages: „Es wird ein sehr wichtiger Tag für Doro, aber auch für den gesamten italienischen Biathlonsport.“

Wenn Dorothea Wierer heute die Ziellinie überquert, endet nicht nur eine individuelle Karriere, sondern eine ganze Ära des italienischen Biathlons. Die Frage bleibt nur: Wird ihr Abschied mit Tränen oder einem zufriedenen Lächeln verbunden sein?

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