Olympia-Drama: Geigers Sturz kostet Deutschland die Medaille im Teamsprint
Geigers Sturz kostet Deutschland Olympia-Medaille

Olympia-Drama in der Nordischen Kombination: Sturz zerstört deutsche Medaillenträume

Bei der olympischen Premiere des Teamsprints in der Nordischen Kombination hat Deutschland dramatisch eine Medaille verpasst. Nach einem doppelten Sturz von Vinzenz Geiger mussten sich die deutschen Athleten mit dem bitteren fünften Platz begnügen. Die Konkurrenten aus Norwegen, Finnland und Österreich nutzten die Gunst der Stunde und sicherten sich die Edelmetalle.

Geigers tragischer Fehler in entscheidender Phase

Das deutsche Team war nach einem überragenden Springen mit deutlichem Vorsprung in die Loipe gegangen. Sowohl Geiger mit 122,5 Metern als auch Rydzek mit 123,0 Metern hatten auf der Großschanze von Predazzo exzellente Flüge gezeigt. Doch bereits in der dritten Runde hatten alle Verfolger zu Deutschland aufgeschlossen.

In der Schlussphase des Rennens dann das entscheidende Drama: Auf seiner vorletzten Runde strauchelte Geiger plötzlich ohne gegnerische Einwirkung. „Ich weiß auch nicht, wie das passieren konnte. Meine Brille war zu, ich habe also nicht so viel gesehen und dann bin ich in ein Loch reingefahren und mit der Skispitze hängen geblieben“, erklärte der erschütterte Geiger nach dem Rennen in der ARD.

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Obwohl sich der Athlet schnell wieder aufrappelte, stürzte er kurz darauf erneut. „Es tut mir einfach richtig fett leid ans ganze Team. Wir haben die ganzen Monate so hart gekämpft und dann passiert so ein blöder Fehler“, bedauerte der sichtlich mitgenommene Sportler.

Rydzeks versöhnliche Worte trotz Enttäuschung

Teamkollege Johannes Rydzek zeigte sich trotz des bitteren Erlebnisses in seinem letzten Olympia-Rennen versöhnlich: „Es waren unglaublich schwere Bedingungen und das es uns heute trifft ist sehr, sehr schade. Aber das kann passieren. Man gewinnt und man verliert zusammen.“

Die Schwester von Johannes Rydzek, Coletta Rydzek, die selbst Bronzemedaillen-Gewinnerin im Langlauf-Teamsprint ist, zeigte sich geschockt: „Mir tut es mega leid für die Jungs. Die hätten sich das anders verdient gehabt. Sie haben es taktisch gut gemacht und auch Kräfte gespart. Mit dem Sturz ist das dann natürlich Pech.“

Historischer Sieg für Norwegen

Die Konkurrenten erkannten die Situation sofort und zogen das Tempo an. Die Medaillen gingen an:

  • Gold: Norwegen
  • Silber: Finnland
  • Bronze: Österreich

Der norwegische Sieger Oftebro schrieb mit seinem Triumph ein Stück Olympia-Geschichte: Dreimal Gold in einem Jahr hatte zuvor nur der Finne Samppa Lajunen im Jahr 2002 geschafft. Insgesamt steht der 25-jährige Oftebro jetzt bei vier Goldmedaillen und stellt damit den Rekord seines Landsmanns Jörgen Graabak ein.

Bitteres Olympia für deutsche Nordische Kombinierer

Für die deutschen Nordischen Kombinierer enden diese Olympischen Spiele zum Vergessen. Bereits in den beiden Einzelwettbewerben hatten die Athleten die angepeilten Medaillen deutlich verpasst. Erstmals seit 1998 bleiben die einstigen „Dominierer“ somit bei Winterspielen ohne Medaille.

Die Premiere des Teamsprints, der die klassische Staffel mit vier Startern pro Nation ersetzte, könnte zudem der letzte Wettkampf in der langen Olympia-Geschichte der Sportart gewesen sein. Ob die Nordische Kombination auch 2030 zum Programm gehört, wird sich erst im Mai entscheiden.

Die deutschen Athleten blicken nun mit gemischten Gefühlen in die Zukunft. Trotz der Enttäuschung betonte Rydzek den Teamgeist: „Wir sind trotzdem ein Team und gehen erhobenen Hauptes raus. Wir haben all unser Herz auf der Strecke und auf der Schanze gelassen.“

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