Gleiche Prämien für Paralympics und Olympia: Ein Meilenstein für die Inklusion
Die Stiftung Deutsche Sporthilfe hat einen historischen Beschluss für die Winterspiele 2026 in Mailand und Cortina d'Ampezzo bekannt gegeben. Paralympics-Sportler erhalten erstmals exakt dieselben Medaillenprämien wie ihre olympischen Kollegen. Dieser Schritt markiert einen bedeutenden Fortschritt in der Gleichstellung des Behindertensports.
Konkrete Prämien und steuerliche Neuerungen
Für einen Paralympics-Sieg gibt es künftig 30.000 Euro – so viel wie noch nie zuvor in der Geschichte der Paralympics. Silber wird mit 20.000 Euro belohnt, Bronze mit 10.000 Euro. Besonders bemerkenswert: Nach einem Beschluss des Deutschen Bundestags sind diese Prämien im Jahr 2026 erstmals steuerfrei. Zusätzlich zur finanziellen Anerkennung werden alle Podestplatzierten zur exklusiven Veranstaltung Sporthilfe Club der Besten 2026 eingeladen.
Langjährige Förderung und herausragende Athleten
Die Deutsche Sporthilfe unterstützt aktuell 40 Paralympics-Sportlerinnen und Sportler sowie acht Guides. Insgesamt wurden diese Athleten in den vergangenen Jahren mit mehr als 1,98 Millionen Euro gefördert. Die durchschnittliche Förderdauer beträgt fünf Jahre. Eine besondere Erwähnung verdient Alpin-Rennläuferin Andrea Rothfuss, die seit insgesamt 22 Jahren Teil des Fördersystems ist und damit die längste kontinuierliche Unterstützung erfährt.
Vergleich zu früheren Spielen und zukünftige Perspektiven
Bei den Paralympics in Paris 2024 lag die Goldprämie noch bei 20.000 Euro – diese Summe wird nun in Norditalien für Silber ausgezahlt. Die Erhöhung der Prämien und die steuerliche Gleichstellung signalisieren eine neue Wertschätzung für die Leistungen von Behindertensportlern. Experten sehen darin einen wichtigen Impuls für die weitere Professionalisierung und gesellschaftliche Anerkennung des Paralympics-Sports.



