Savchenko und Massot: Der goldene Olympia-Moment, der die Welt zu Tränen rührte
Goldene Olympia-Kür von Savchenko/Massot rührte die Welt

Ein unvergesslicher Olympia-Moment: Savchenko und Massots goldene Kür

Genau sieben Jahre sind vergangen, seit Aljona Savchenko und Bruno Massot mit ihrer olympischen Gold-Kür in Südkorea die Eiskunstlauf-Welt in Staunen versetzten. Am 15. Februar 2018, während in Deutschland die frühen Morgenstunden anbrachen, hielt in der Gangneung Ice Arena für viereinhalb Minuten die Zeit still. Dieser Moment hat sich bis heute tief in das kollektive Gedächtnis der Sportfans eingebrannt.

Die perfekte Kür, die Geschichte schrieb

Unter deutscher Flagge zeigten die gebürtige Ukrainerin Savchenko und der französischstämmige Massot im olympischen Finale das, was viele Experten als die beste Kür der Eiskunstlauf-Geschichte bezeichnen. Nahezu alle Elemente gelangen den Schützlingen von Trainer Alexander König zur Musik der Naturdokumentation „Die Welt von oben“ in atemberaubender Perfektion.

Am Ende stand ein inoffizieller Punkte-Weltrekord von 159,31 Punkten zu Buche. Die Eiskunstlauf-Ikone Katarina Witt, Olympiasiegerin von 1984 und 1988, sprach nach der Vorstellung von einer „Kür von unheimlicher Brillanz“. Die Gold-Kür von Savchenko und Massot wird heute oft in einem Atemzug mit dem legendären Bolero von Jayne Torville und Christopher Dean aus dem Jahr 1984 genannt.

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Ein Moment, der Millionen zu Tränen rührte

Wie damals die britischen Eiskunstlauf-Legenden hatte auch das deutsche Duo das Publikum weit über die Landesgrenzen hinaus emotional bewegt. Auf dem offiziellen Olympia-Channel auf YouTube verzeichnet das Video der Kür beeindruckende 43 Millionen Aufrufe. Zum Vergleich: Der Weltrekord-Sprint von Usain Bolt im 100-Meter-Finale von Peking 2008 bringt es im selben Kanal auf „nur“ 15 Millionen Abrufe.

Nach ihrem perfekten Lauf sanken Savchenko und Massot erschöpft und überglücklich auf die Eisfläche der südkoreanischen Arena. „Das ist der Moment meines Lebens, es ist eine unglaubliche Geschichte“, sagte die minutenlang vor Glück weinende Savchenko später, die dabei sogar dem damaligen IOC-Präsidenten Thomas Bach um den Hals fiel.

Die Krönung einer langen Karriere

Für Aljona Savchenko war dieser Olympiasieg die Krönung einer außergewöhnlichen Karriere. Bei ihrer fünften Olympia-Teilnahme gelang ihr endlich der ersehnte Goldmedaillengewinn, nachdem sie zuvor bereits zweimal Bronze an der Seite von Robin Szolkowy errungen hatte. „Ich habe mir in meinem Kopf immer vorgespielt, die beste Kür aller Zeiten zu zeigen, etwas, das man noch nie gesehen hat. Den perfekten Lauf. Das war das Ziel“, erklärte sie einmal in einem Interview.

Nach dem olympischen Triumph waren Savchenko und Massot gern gesehene Gäste auf dem Roten Teppich und im Fernsehen. Ihr Auftritt bei der Sat.1-Show „Dancing on Ice“ sonntagabends in der Prime Time markierte einen bedeutenden Schritt für den Eiskunstlauf in Deutschland, der viele Jahre lang wenig mediale Beachtung gefunden hatte.

Ein bleibendes Vermächtnis

Heute trägt Aljona Savchenko als sichtbares Zeichen ihres größten Erfolgs eine Kette mit einem Anhänger in Form der Olympischen Ringe – natürlich in Gold. Die nahezu perfekten viereinhalb Minuten in Südkorea haben nicht nur die Karriere des Paares gekrönt, sondern sind zu einem zeitlosen Moment des Sports geworden, der noch Jahre später Emotionen weckt und Sportfans weltweit inspiriert.

Solche Momente prägen die Olympischen Spiele nachhaltig – ob rührend wie der Olympiasieg von Gewichtheber Matthias Steiner 2008 in Peking, skandalös wie der Zieldurchlauf von Doping-Sünder Ben Johnson 1988 in Seoul, oder von purer Schönheit wie die Gold-Kür von Savchenko und Massot 2018. Sie alle brennen sich ins kollektive Gedächtnis ein und werden mit ihren jeweiligen Spielen für immer verbunden bleiben.

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