Hamburgs Olympia-Bewerbung: 4,8 Milliarden Euro Budget und erwarteter Gewinn
Hamburg plant Olympia mit 4,8 Mrd. Euro und Gewinn

Hamburgs Olympia-Bewerbung: Finanzkonzept mit 4,8 Milliarden Euro Budget vorgestellt

Der Hamburger Senat hat ein erstes detailliertes Finanzkonzept für die geplante Bewerbung um die Olympischen und Paralympischen Spiele in den Jahren 2036, 2040 oder 2044 präsentiert. Das Budget, das für die umfassende Ausrichtung der Spiele benötigt wird, beläuft sich auf insgesamt 4,8 Milliarden Euro. Diese Summe deckt unter anderem die Kosten für den Bau und die Modernisierung von Wettkampfstätten, Personalkosten, technologische Ausstattung sowie umfangreiche Marketingmaßnahmen ab.

Wirtschaftliche Tragfähigkeit und erwarteter Überschuss

Hamburgs Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) betonte in einer Pressekonferenz, dass die kalkulierten Ausgaben deutlich unter den Schätzungen von 2015 liegen. „Wir sind in den Finanzierungsaufwand, den wir aufwenden müssen, um in Hamburg Olympische und Paralympische Spiele auszurichten, deutlich unter dem, was 2015 taxiert worden ist“, erklärte Dressel. Er fügte hinzu, dass die Berechnungen auf einer transparenten und wirtschaftlich tragfähigen Basis beruhen.

Laut den von externen Finanzgutachtern erstellten Prognosen erwartet der Senat sogar einen Überschuss von 100 Millionen Euro. In das Konzept sind zudem 628 Millionen Euro, was etwa 15 Prozent des Gesamtbudgets entspricht, für unvorhergesehene Ausgaben eingeplant. Der Senat verspricht sich durch die Ausrichtung der Spiele einen erheblichen infrastrukturellen Schub für die Stadt.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Historischer Hintergrund und aktuelle Kritik

Im Jahr 2015 hatten die Hamburger Bürger in einem Referendum mit einer knappen Mehrheit von 51,6 Prozent gegen die Ausrichtung Olympischer Spiele gestimmt. Damals waren Kosten in Höhe von 11,2 Milliarden Euro veranschlagt worden, wovon der Bund 6,2 Milliarden Euro übernehmen sollte. Kritiker hatten bereits damals befürchtet, dass die tatsächlichen Kosten weitaus höher ausfallen könnten.

Auch die aktuelle Bewerbung stößt auf Widerstand. Die Initiative „NOlympia“ setzt sich vehement gegen die Pläne ein und warnt vor einem Milliardenrisiko für Hamburg. Die Aktivisten sehen in den Spielen keinen nennenswerten wirtschaftlichen Nutzen und kritisieren die potenziellen finanziellen Belastungen für die Stadt.

Deutsche Bewerber und kommende Entscheidungen

Hamburg ist neben Berlin, München und der Region Rhein-Ruhr einer von vier Kandidaten für eine deutsche Bewerbung um die Ausrichtung der Olympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) wird im September entscheiden, mit welchem Standort Deutschland ins Rennen gehen wird.

Zuvor steht jedoch ein entscheidender Schritt für Hamburg an: Am 31. Mai werden die Bürger der Stadt in einem Bürgerentscheid darüber abstimmen, ob die Bewerbung weiterverfolgt werden soll. Diese Abstimmung wird maßgeblich darüber entscheiden, ob Hamburg seine Olympia-Ambitionen aufrechterhalten kann.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration