Hamburger Senat präsentiert Finanzkonzept für Olympia-Bewerbung 2036-2044
Hamburgs Finanzplan für Olympia-Bewerbung vorgestellt

Hamburger Senat legt Finanzrahmen für Olympische Spiele vor

Der Hamburger Senat hat am Mittwoch ein umfassendes finanzielles Rahmenkonzept für eine mögliche Bewerbung um die Olympischen und Paralympischen Sommerspiele präsentiert. Das Konzept sieht vor, dass die Durchführung der Spiele kostendeckend ablaufen soll, wobei geplante Einnahmen von 4,9 Milliarden Euro den veranschlagten Kosten von 4,8 Milliarden Euro gegenüberstehen.

Investitionen in die städtische Infrastruktur

Notwendige Investitionen in Höhe von rund 1,3 Milliarden Euro könnten laut Senat gut in den milliardenschweren Investitionshaushalt der Stadt integriert werden. Diese Mittel würden vor allem in die Verbesserung der Infrastruktur fließen, die für die Ausrichtung eines solchen Megaevents unerlässlich ist.

Sportsenator Andy Grote (SPD) betonte die Bedeutung dieser Chance: "Wir werden mit Olympia für die großen Zukunftsthemen unserer Stadt mehr Geld haben als ohne. Was wir uns hingegen nicht leisten können, ist, auf Olympia zu verzichten. Diese Spiele sind eine Chance für unsere Stadt, eine Chance für alle, und wir sollten sie nutzen."

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Deutsche Konkurrenz und historischer Hintergrund

Hamburg bewirbt sich neben München, dem Rhein-Ruhr-Gebiet und Berlin um die Austragung der Olympischen und Paralympischen Sommerspiele in den Jahren 2036, 2040 oder 2044. Von den vier deutschen Interessenten hat bislang nur München ein Referendum durchgeführt, das mit einer Zustimmung von 66,4 Prozent erfolgreich war.

Hamburg war bereits 2015 mit einer Olympiabewerbung gescheitert, nachdem ein Referendum keine Mehrheit fand. Nun plant die Stadt einen erneuten Anlauf: Am 31. Mai sollen die Bürger in einer Befragung zu dem Vorhaben Stellung nehmen.

Entscheidungsprozess und nächste Schritte

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) will am 26. September 2026 in Baden-Baden über eine deutsche Bewerbung entscheiden. Diese Entscheidung wird maßgeblich beeinflussen, welche Stadt oder Region als offizieller Kandidat Deutschlands ins Rennen geschickt wird.

Die vorgestellten finanziellen Planungen des Hamburger Senats zielen darauf ab, die wirtschaftliche Tragfähigkeit der Bewerbung zu unterstreichen und mögliche Bedenken der Bevölkerung sowie der Entscheidungsträger auszuräumen.

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