Olympia-Bronze für Hase und Volodin: Ein Traum wird wahr
Bei den Olympischen Winterspielen in Mailand hat das deutsche Paarlauf-Duo Minerva-Fabienne Hase und Nikita Volodin die Bronzemedaille gewonnen. Acht Jahre nach dem historischen Olympiasieg von Aljona Savchenko und Bruno Massot bei den Spielen 2018 holten die Vize-Weltmeister mit 219,09 Punkten das begehrte Edelmetall.
Japanische Weltmeister dominieren das Feld
Die überragenden japanischen Weltmeister Riku Miura und Ryuichi Kihara sicherten sich mit einer herausragenden Leistung und 231,24 Punkten die Goldmedaille. Silber ging an das georgische Europameister-Duo Anastassia Metelkina und Luka Berulawa, die mit 221,75 Punkten die deutschen Favoriten auf den Bronzerang verwiesen.
Hase und Volodin waren nach dem Kurzprogramm mit einer persönlichen Bestleistung von 80,01 Punkten noch als Führende in die Entscheidung gestartet. In der Kür patzten sie jedoch beim doppelten Axel und beim Salchow, was den Traum von Gold zunichte machte. „Wir sind sehr glücklich über die Medaille, aber natürlich hatten wir uns mehr erhofft“, verriet Hase nach dem Wettkampf.
Eine bemerkenswerte Erfolgsgeschichte
Für Minerva-Fabienne Hase erfüllt sich mit dieser Bronzemedaille ein besonderer Traum. Noch 2022 in Peking war sie mit ihrem damaligen Laufpartner Nolan Seegert Letzte nach der Kür geworden. Vor drei Jahren knüpfte Chefcoach Dmitri Savin, ein russischer Paarlaufspezialist, den Kontakt zum aus Sankt Petersburg stammenden Nikita Volodin, der seit August 2025 deutscher Staatsbürger ist.
Diese Zusammenarbeit entwickelte sich zu einer echten Erfolgsgeschichte. „Die Chemie zwischen uns stimmte von Anfang an“, betonte Volodin in einem Interview. „Wir haben hart gearbeitet und diese Medaille ist der Lohn für all unsere Mühen.“
Weitere deutsche Ergebnisse im Paarlauf
Das zweite Berliner Duo Annika Hocke und Robert Kunkel lief mit einer Saisonbestleistung von 194,11 Punkten auf Rang zehn. Trotz des enttäuschenden Ergebnisses im Kurzprogramm mit nur 67,52 Punkten genossen sie ihren Auftritt in der Kür sichtlich. „Wir sind super glücklich über unsere Leistung heute“, sagte Hocke nach ihrer sauberen Kür zur Musik von Meatloaf.
Allerdings konnte die Sportlerin ihren Ärger über die Juryentscheidung nicht verbergen: „Es ist immer ein bisschen schwer, wenn der Moment so ein bisschen weggenommen wird.“ Die Bewertungen der Kampfrichter waren bereits am Sonntagabend nach dem Kurzprogramm auf Kritik gestoßen.
Ausblick auf die Zukunft
Mit dieser Bronzemedaille setzen Hase und Volodin ein wichtiges Zeichen für den deutschen Paarlauf. Nachdem sie bei der Europameisterschaft im Januar noch geschwächelt hatten, bewiesen sie in Mailand Nervenstärke und Wettkampfhärte. Die fantastische Ausgangsposition nach dem Weltklasse-Kurzprogramm konnten sie zwar nicht ganz halten, aber die Medaille bleibt ein großer Erfolg.
Für das deutsche Eiskunstlauf-Team ist diese Bronzemedaille ein wichtiger Motivationsschub. „Wir sind stolz auf unsere Athleten und werden weiter an unserer Form arbeiten“, kommentierte ein Sprecher der Deutschen Eislauf-Union. Die Zukunft des deutschen Paarlaufs sieht mit diesem talentierten Duo vielversprechend aus.



