Junges Talent erobert die olympische Bühne
Die erst 20 Jahre alte Julia Tannheimer steht vor dem größten Moment ihrer noch jungen Sportkarriere. Bei den Winterspielen in Antholz feiert die Nachwuchsathletin ihr Olympia-Debüt im kürzesten Biathlon-Rennen, dem Sprint. Tannheimer wurde für den Wettkampf am Samstag (14.45 Uhr, Übertragung bei ZDF und Eurosport) nominiert und verdrängt damit Selina Grotian aus dem deutschen Kader.
Wechsel im DSV-Aufgebot nach enttäuschendem Einzel
Grotian hatte bei ihrer eigenen Olympia-Premiere im Einzel am Mittwoch nach vier Schießfehlern lediglich den 55. Platz belegt und damit die Erwartungen nicht erfüllen können. Dieser Leistung folgt nun der personelle Wechsel, der Tannheimer die Chance auf der großen Sportbühne ermöglicht. Das DSV-Quartett wird von der erfahrenen Franziska Preuß angeführt, die bereits olympische Erfahrung sammeln konnte.
Erfahrenes Team mit klaren Zielen
Für Preuß ist der Sprint in Südtirol bereits der dritte Einsatz bei diesen Spielen. Nachdem sie gemeinsam mit der ebenfalls nominierten Vanessa Voigt die Bronzemedaille im Mixed-Wettbewerb gewann, hat die Athletin ein klares Ziel vor Augen: Sie möchte unbedingt noch eine olympische Einzelmedaille vor ihrem Karriereende erringen. Im Einzelrennen hatte sie beim letzten Schießen eine Position unter den besten drei aus der Hand gegeben, während Voigt als Vierte knapp das Podest verpasste. Im Sprint zählt Voigt allerdings nicht zu den Top-Medaillenkandidatinnen.
Komplettes Team und historischer Hintergrund
Das deutsche Aufgebot wird durch Janina Hettich-Walz komplettiert, die im Einzel einen starken achten Platz erreichte. Mit guten Ergebnissen im Sprint wollen sich alle vier Athletinnen unter der Leitung von Bundestrainer Kristian Mehringer eine optimale Ausgangsposition für das Verfolgungsrennen am Sonntag (14.45 Uhr, ARD und Eurosport) verschaffen. Bisher noch nicht berücksichtigt wurde Anna Weidel, die auf ihren Einsatz warten muss.
Die letzte deutsche Olympia-Medaille im Sprint der Frauen holte die im Juli 2024 bei einem Bergunfall verstorbene Laura Dahlmeier mit Gold bei den Spielen 2018 in Pyeongchang. Dieses historische Erbe lastet nun auf den Schultern der aktuellen Generation.
Starke internationale Konkurrenz
Die Favoritenrolle teilen sich in diesem Wettbewerb mehrere Nationen. Besonders stark präsentieren sich die Französinnen um die zweifache Goldmedaillengewinnerin Julia Simon sowie Lou Jeanmonnot. Ebenfalls zu den Top-Anwärterinnen zählen die Italienerinnen Lisa Vittozzi und Dorothea Wierer, die vor heimischem Publikum antreten werden. Aus Norwegen kommt Maren Kirkeeide als ernstzunehmende Gegnerin, während die schwedischen Öberg-Schwestern das Feld komplettieren. Das DSV-Quartett muss sich gegen diese internationale Elite behaupten, um an die Erfolge der Vergangenheit anknüpfen zu können.



