Letzte Olympia-Chance für Katharina Schmid: Skisprung-Karriereende nach Saison
Katharina Schmids letzte Olympia-Chance vor Karriereende

Abschied von der Schanze: Katharina Schmids letzte Olympia-Teilnahme

Es ist der finale olympische Auftritt für eine deutsche Skisprung-Legende. Katharina Schmid (29) aus Oberstdorf hat bereits im Dezember angekündigt, ihre erfolgreiche Karriere nach dieser Saison zu beenden. Damit steht die zweifache Silbermedaillen-Gewinnerin von den Spielen 2018 und 2022 vor ihrem letzten Wettkampf bei Olympia am Sonntag (18.45 Uhr, live im ZDF und bei Eurosport).

Die Herausforderung der umgebauten Großschanze

Erstmals in der olympischen Geschichte findet für die Frauen ein Wettbewerb von der Großschanze statt. Doch genau diese Schanze in Predazzo bereitet der erfahrenen Athletin erhebliche Probleme. „Ich hoffe auf ein Wunder. Vielleicht passiert etwas Cooles über Nacht. Vielleicht baut jemand die Schanze noch einmal um“, sagte Schmid mit einem Lächeln, das ihre resignierte Haltung kaum verbergen konnte.

Die speziell für die Olympischen Spiele umgebaute und nach den Sommerspringen erneut veränderte Schanzenanlage stößt bei vielen Athleten auf Kritik. Skisprung-Legende und Eurosport-Experte Martin Schmitt (48) erklärt die technischen Schwierigkeiten: „Die Schanze hat vom Grundprofil einen langen Radius, der enger wird, und einen längeren Schanzentisch. Viele spüren am Übergang vom Radius zum Schanzentisch einen Schlag, eine Kompression, und da verändert sich die Spannung auf die Muskulatur.“

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Schmitt weiter: „Dann wird es schwierig: Man will eigentlich abspringen, aber der Tisch ist noch weit weg. Deshalb sind viele zu früh oder am Ende eben zu spät. Das Timing wird dadurch gestört.“ Diese Besonderheiten machen die Schanze zu einer besonderen Herausforderung für alle Springerinnen.

Deutsches Team mit gemischten Voraussetzungen

Während Schmid mit der Anlage hadert, kommen andere deutsche Springerinnen besser damit zurecht. Selina Freitag (24) und Agnes Reisch (26) haben sich bisher am besten auf der umstrittenen Schanze eingestellt. Als vierte Starterin komplettiert Juliane Seyfarth (35) das deutsche Aufgebot.

Für Katharina Schmid steht trotz der schwierigen Ausgangslage fest: „Wahrscheinlich wird es für so viele das letzte Mal Olympia sein – die wissen es nur noch nicht. Ich weiß Bescheid. Es ist ein Wettkampf, ich gebe alles, und danach ist es halt vorbei.“ Die Athletin blickt positiv auf ihre Karriere zurück: „Ich durfte so viele erste Male mitmachen. Cool, dass ich das auch noch mitnehmen darf.“

Die Chancen auf Edelmetall bei ihrem letzten olympischen Auftritt schätzt die erfahrene Springerin selbst als sehr gering ein. Doch im Skispringen kann immer eine Überraschung gelingen – vielleicht sogar das erhoffte Wunder auf der umgebauten Schanze von Predazzo.

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