Historischer Rekord: Klaebo krönt sich mit neuntem Olympia-Gold zum Winter-König
Klaebo: Neuntes Gold macht ihn zum Winter-Olympia-Rekordhalter

Historischer Moment für den norwegischen Skilanglauf-Star

Johannes Hoesflot Klaebo hat sich bei den Winterspielen in Italien einen Platz in den Geschichtsbüchern gesichert. Der 29-jährige Norweger gewann im vierten Rennen sein viertes Gold und ist mit insgesamt neun Olympiasiegen nun der erfolgreichste Teilnehmer bei Winterspielen aller Zeiten. Dieser historische Erfolg wurde im italienischen Tesero bei strahlendem Sonnenschein und vor prächtiger Kulisse errungen.

Staffelsieg krönt die außergewöhnliche Bilanz

Klaebo triumphierte gemeinsam mit Emil Iversen, Martin Löwström Nyenget und Einar Hedegart in der Staffel über 4 x 7,5 Kilometer. Als Schlussläufer führte er das norwegische Quartett vor Frankreich ins Ziel, während sich Italien die Bronzemedaille sicherte. Die deutsche Staffel hatte erwartungsgemäß keine Chance auf Edelmetall.

Mit diesem neunten Olympiasieg übertrifft Klaebo seine norwegischen Landsleute Marit Björgen, Ole Einar Björndalen und Björn Dählie, die jeweils acht Goldmedaillen gewonnen haben. Bei den aktuellen Winterspielen blieb Klaebo in allen Wettkämpfen, in denen er antrat, ungeschlagen und siegte bereits im Skiathlon sowie im Einzel über zehn Kilometer.

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Großer Druck und abgewiesener Protest

Vor dem historischen Staffelerfolg gab Klaebo Einblicke in die psychische Belastung eines Topfavoriten. „In Norwegen ist die Staffel sehr wichtig und bei den letzten Olympischen Spielen in Peking waren wir nicht erfolgreich“, erklärte der Langlauf-Star. Damals wurde Norwegen Zweiter hinter der Staffel des Russischen Olympischen Komitees. „Der Druck ist groß“, gestand Klaebo, doch er und seine Teamkollegen hielten diesem souverän stand.

Nach Klaebos Sieg im Sprint hatte es einen Protest des finnischen Teams gegeben, der sich auf den Einsatz eines Geräts zum Wachsen der Skier im Servicebereich durch die Norweger bezog. Dieser Protest wurde jedoch abgelehnt, sodass Klaebo sein Gold behalten konnte.

Lob von Experten und besondere Unterstützung

Der deutsche Teamchef Peter Schlickenrieder, selbst ehemaliger Langläufer und Olympia-Silbermedaillengewinner von 2002, zeigte sich beeindruckt von Klaebos Fähigkeiten. „Er steht auf dem Ski wie kein anderer“, sagte Schlickenrieder und fügte hinzu: „Er ist ein planerischer, strukturierter Künstler auf Skiern.“ Mannschaftskamerad Oskar Opstad Vike hatte Klaebo bereits nach dem Sprint-Sieg als „besten Skifahrer aller Zeiten“ bezeichnet.

Klaebo gilt als Meister des Höhentrainings und arbeitet oft wochenlang ohne seine Teamkollegen in speziellen Trainingslagern. Eine besondere Rolle in seiner Karriere spielt sein Großvater, der ihn kontinuierlich betreut und berät. Der 15. Februar 2026 wird für beide als Tag des historischen Rekords in besonderer Erinnerung bleiben.

Klaebos olympische Bilanz ist beeindruckend: 2018 in Südkorea sicherte er sich drei Goldmedaillen, vier Jahre später in China zwei, und nun bei den Winterspielen in Italien bereits vier weitere Siege. Mit seiner Akribie, Hingabe und außergewöhnlichen Leistungsfähigkeit hat sich Johannes Hoesflot Klaebo endgültig in die Annalen des Wintersports eingeschrieben.

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