Bei den Winterspielen in Cortina d'Ampezzo feiern nicht nur die Athletinnen ihre Erfolge, sondern auch ihre Kinder. Die Amerikanerin Elana Meyers Taylor gewann im Monobob Gold und wurde dabei von ihren beiden Söhnen Nico und Noah jubelnd empfangen. Auch Bronze-Medaillengewinnerin Kaillie Armbruster Humphries tanzte mit ihrem im Juni 2024 geborenen Sohn Aulden.
Die italienische Eisschnellläuferin Francesca Lollobrigida widmete ihren Olympiasieg am 35. Geburtstag ihrem im Mai 2023 geborenen Sohn Tommaso. Sie betonte, dass man nicht aufhören müsse, eine Familie zu gründen und dann zum Wettkampf zurückzukehren. Wenige Tage später holte sie sogar ihr zweites Gold.
Meyers Taylor, die im Zweierbob noch eine Medaille gewinnen könnte, hat ihre beiden Söhne Nico (2020) und Noah (2022) dabei. Beide kamen zu früh zur Welt und sind gehörlos. Sie möchte mit ihrer Teilnahme Familien Hoffnung geben, die ähnliche Ängste durchmachen mussten.
Die deutsche Biathletin Janina Hettich-Walz belegte im Einzel den achten Platz. Nach der Geburt ihrer Tochter Karlotta im Februar 2025 ist sie wieder im Wettkampfgeschehen. Ihre Tochter sei eine große Motivation für sie, sagte die 29-Jährige.
Die Mexikanerin Sarah Schleper startete gemeinsam mit ihrem Sohn Lasse Gaxiola – ein Novum in der Olympia-Geschichte. Sie wurde im Riesenslalom disqualifiziert, belegte aber im Super-G den 26. Platz. Die Halfpipe-Olympiasiegerin Cassie Sharpe aus Kanada bestreitet ihre ersten Spiele als Mutter. Ihre 2023 geborene Tochter Lou verändere ihren Blickwinkel auf den Sport, so die 33-Jährige.
Die tschechische Snowboarderin Eva Adamczykova gewann Silber im Snowboardcross, 13 Monate nach der Geburt ihres Sohnes. Sie betonte, dass viele Mütter in den Profisport zurückkehren und dass es mit ausreichend Unterstützung machbar sei. Die US-Eishockeystar Kendall Coyne Schofield, die bereits dreimal Gold gewann, kehrte nur einen Monat nach der Geburt ihres Sohnes Drew ins Training zurück.



