Muriel Mohr: Comeback nach Knie-OP ermöglicht Olympia-Start
Die deutsche Freeski-Hoffnung Muriel Mohr hat eine überraschende Wendung in ihrer Olympia-Vorbereitung erlebt. Nach einer schweren Verletzung im Training scheint die 19-Jährige nun doch bei den Winterspielen in Norditalien antreten zu können. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) gab am Freitag bekannt, dass Mohr nach einem medizinischen Eingriff wieder ins Schneetraining in Livigno eingestiegen ist.
Verletzung und schnelle Rehabilitation
Ursprnglich sah es für Muriel Mohr düster aus: Bei einer missglückten Landung im Slopestyle-Training vor einer Woche zog sich die Athletin einen eingeklemmten Meniskuslappen im linken Knie zu. Diese Verletzung zwang sie dazu, die Qualifikation in dieser Disziplin zu verpassen – eine bittere Enttäuschung für die Sportlerin, die erst vor knapp einem Jahr einen Kreuzbandriss überstanden hatte und trotzdem den Weg zu Olympia geschafft hatte.
Doch die medizinische Betreuung reagierte schnell. Ein kleiner arthroskopischer Eingriff vergangene Woche ermöglichte den Beginn einer gezielten Rehabilitation. Operateur Manuel Köhne erklärte, der Heilungsprozess verlaufe "komplikationslos und nach Plan". Mohrs Knie sei mittlerweile "stabil und voll belastbar" – die wichtigste Voraussetzung für einen Start bei den Olympischen Spielen.
Grünes Licht für Big-Air-Qualifikation
Nach positiven Untersuchungen durch ihre betreuenden Ärzte in München erhielt Muriel Mohr die Freigabe für ihren Olympia-Start. Die Athletin selbst zeigte sich optimistisch: "Sollte sich alles so weiterentwickeln wie bisher, möchte ich bei der Big-Air-Qualifikation an den Start gehen", ließ sie über den DOSB verlauten.
Der Zeitplan für Mohrs möglichen Olympia-Einsatz steht bereits fest:
- Offizielles Training: Freitag, 18:30 Uhr
- Big-Air-Qualifikation: Samstag, 19:30 Uhr (Übertragung in ARD und Eurosport)
- Big-Air-Finale: Montag, 19:30 Uhr (Übertragung in ARD und Eurosport)
Für die junge Freeskierin bedeutet diese Entwicklung eine zweite Chance bei den Olympischen Spielen. Nachdem sie die Slopestyle-Qualifikation verpassen musste, könnte sie nun im Big Air ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen. Die Disziplin Big Air, bei der Athleten von einer großen Schanze springen und dabei spektakuläre Tricks zeigen, gehört zu den Höhepunkten des Freeski-Wettbewerbs.
Muriel Mohrs Weg zu Olympia war bereits von Rückschlägen geprägt. Der Kreuzbandriss vor knapp einem Jahr hätte das Karriereende vieler Sportler bedeutet. Doch die 19-Jährige kämpfte sich zurück – nur um dann im entscheidenden Olympia-Training erneut verletzt zu werden. Dass sie nun trotzdem starten könnte, spricht für ihre mentale Stärke und die Qualität der medizinischen Betreuung.
Die deutsche Olympiamannschaft hofft nun, dass Mohrs Comeback gelingt. Im Freeski-Bereich zählt die junge Athletin zu den größten Talenten ihres Landes. Ein erfolgreicher Start bei Olympia wäre nicht nur eine persönliche Genugtuung, sondern könnte auch den deutschen Wintersport in dieser Disziplin nach vorne bringen.



