Olympia-Kuriosität: Vater küsst Volunteer-Brille kaputt nach Rekordlauf des Sohnes
Olympia-Kuriosität: Vater küsst Brille von Helfer kaputt

Skurriler Jubelausbruch bei Olympischen Winterspielen

Ein außergewöhnlicher und kurioser Moment hat sich während der Olympischen Winterspiele in Mailand auf den Tribünen ereignet. Der Vater des niederländischen Eisschnellläufers Joep Wennemars, Erben Wennemars, geriet nach dem starken Lauf seines Sohnes derart in Euphorie, dass er einem nichtsahnenden Olympia-Helfer die Brille kaputt küsste.

Euphorischer Vater und ein unglücklicher Volunteer

Als der 23-jährige Joep Wennemars über die Distanz von 1.500 Metern eine vorübergehende Bestzeit erzielte und unter dem Jubel der mitgereisten niederländischen Fans einen olympischen Rekord aufstellte, wusste sein stolzer Vater auf den Rängen nicht mehr, wohin mit seiner überschäumenden Freude. Die TV-Bilder zeigten deutlich, wie der ehemalige Eisschnelllauf-Weltmeister und zweifache Bronzemedaillengewinner der Winterspiele von 2006 aufgeregt herumhüpfte und mit wilden Gesten seine Begeisterung zum Ausdruck brachte.

In seinem überschwänglichen Jubellauf schnappte sich der 50-jährige Erben Wennemars kurzerhand einen Volunteer, der ahnungslos auf einer Treppenstufe kauerte. Der Vater drückte dem Helfer so leidenschaftlich einen Kuss auf das Gesicht, dass die Brille des Mannes unter der Wucht des Kusses zerbrach. Als Wennemars realisierte, was geschehen war, hielt er sich erschrocken die Hand vor das Gesicht, jubelte zwar zwischendurch weiter, entschuldigte sich aber mehrfach sichtlich bei dem verdutzten Helfer.

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Unglückliche Wendung für die Wennemars-Familie

Das Malheur auf den Tribünen war jedoch nur der Beginn einer unglücklichen Serie für die Wennemars-Familie. In den letzten Paarungen des Wettkampfes zogen noch drei Athleten am Niederländer vorbei: Der Chinese Ning Zhongyan holte mit einem neuen olympischen Rekord von 1:41,98 Minuten die Goldmedaille, der US-Star Jordan Stolz sicherte sich Silber und Wennemars' Landsmann Kjeld Nuis gewann Bronze. Joep Wennemars rutschte dadurch auf den undankbaren vierten Platz ab.

„Es ist, als würde man einen schlechten Film anschauen“, kommentierte der enttäuschte Eisschnellläufer seine Platzierung. Er betonte, dass er wahrscheinlich das beste Rennen seiner Karriere gelaufen sei. „Es ist schade, dass es so enden muss.“

Weitere Pechsträhne für den Niederländer

Besonders bitter für Joep Wennemars war, dass er bereits einige Tage zuvor über 1.000 Meter eine ähnliche Pechsträhne erlebte. Während seines Laufes lag der 23-Jährige auf Medaillenkurs, als ihn der später disqualifizierte Chinese Ziwen Lian auf der Bahn behinderte. Der Niederländer wurde schließlich nur Fünfter. Zwar durfte er wegen des Vorfalls unter tosendem Applaus der niederländischen Anhänger noch einmal antreten, konnte seine Leistung aber nicht verbessern.

Kämpferischer Blick in die Zukunft

Trotz der unglücklich verlaufenen Wettkämpfe blickt Joep Wennemars kämpferisch nach vorn. „Ich weiß, dass irgendwann mein Tag kommen und sich all die harte Arbeit auszahlen wird“, erklärte der Athlet mit Optimismus. Sollte dieser Tag tatsächlich kommen, sollten sich die Menschen in der Nähe seines Vaters besser in Acht nehmen, um nicht Opfer eines weiteren euphorischen Jubelausbruchs zu werden.

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