Kuriose Olympia-Panne: Langlauf-Star verpasst Platzwahl im Viertelfinale
Olympia-Panne: Langlauf-Star verpennt Platzvergabe

Kuriose Panne bei Olympia: Langlauf-Star verpasst entscheidende Platzwahl

In der Qualifikation für den Langlauf-Sprint der Frauen kam es zu einem ungewöhnlichen und kuriosen Vorfall. Die Italienerin Nicole Monsorno lieferte mit einem starken achten Platz in der Qualifikation eigentlich eine überzeugende Leistung ab und sicherte sich souverän den Einzug ins Olympia-Viertelfinale. Allerdings folgte kurz darauf eine peinliche Panne, die ihre weiteren Chancen deutlich erschweren könnte.

Verpasste Chance durch verspätetes Erscheinen

Nach der Qualifikation hatten die Athletinnen die Möglichkeit, entsprechend ihrer Platzierungen selbst zu wählen, in welchem der fünf Viertelfinalläufe sie antreten möchten. Als Achtplatzierte wäre Monsorno relativ früh an der Reihe gewesen und hätte sich unter heimischer Kulisse in Tesero einen taktischen Vorteil verschaffen können. Doch ihr Trainer wartete vergeblich auf seine Schützlin. Während alle anderen Starterinnen ihre Plätze auswählten, blieb Monsorno unauffindbar.

Als sie schließlich doch auftauchte, war die Vergabe bereits abgeschlossen. Die Italienerin wurde automatisch dem ersten Viertelfinale zugeteilt, wo sie auf eine äußerst starke Konkurrenz trifft. In ihrer Gruppe finden sich die schwedische Favoritin Jonna Sundling (Zweite der Qualifikation), die Finnin Jasmi Joenssu (Vierte) und die Norwegerin Kristin Skistad. Der Kampf um den Einzug ins Halbfinale gestaltet sich für Monsorno damit außerordentlich schwierig.

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Drei deutsche Starterinnen qualifizieren sich

Auf deutscher Seite konnten sich drei Athletinnen für die Viertelfinals qualifizieren. Laura Gimmler erreichte Platz 17 mit einem Rückstand von 9,60 Sekunden auf die schwedische Prolog-Siegerin Linn Svahn. „Es war sehr, sehr hart, härter als ich dachte. Nach dem letzten Anstieg war ich schon gut blau“, kommentierte die Oberstdorferin ihre Leistung im ZDF. Coletta Rydzek landete auf Platz 24 mit 11,59 Sekunden Rückstand, während sich Sofie Krehl auf Position 21 zwischen die beiden Deutschen schob. Katherine Sauerbrey schied dagegen auf Platz 39 aus.

Die schwedischen Favoritinnen bestätigten ihre starke Form und dominierten die Qualifikation. Hinter Svahn belegten Peking-Olympiasiegerin und Weltmeisterin Jonna Sundling Rang zwei, gefolgt von Johanna Hagström auf dem dritten Platz.

Aussichten für die Viertelfinals und mögliche Überraschungen

Die Viertelfinals werden in fünf Läufen mit jeweils sechs Starterinnen ausgetragen. Die besten zwei jedes Laufs sowie insgesamt zwei weitere zeitbeste Athletinnen ziehen ins Halbfinale der besten zwölf ein. Von dort geht es nach dem gleichen Modus weiter ins Finale.

Für die deutschen Starterinnen gibt es durchaus Hoffnung auf Überraschungen. Laura Gimmler hatte Ende Januar bei der Olympia-Generalprobe in Goms im klassischen Stil bereits einen zweiten Platz im Sprint erreicht. Coletta Rydzek war in der laufenden Weltcup-Saison zweimal Zweite geworden, allerdings beide Male im freien Stil. In der klassischen Stilart hat die Schwester des Kombinations-Asses Johannes Rydzek noch nie ein Finale der besten sechs erreicht, was eine zusätzliche Motivation darstellen könnte.

Die kuriosen Szenen um Nicole Monsorno zeigen, wie klein die Fehlermargen im Hochleistungssport sein können und wie schnell eine vielversprechende Ausgangsposition durch unglückliche Umstände beeinträchtigt werden kann.

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