Finanzieller Höhenflug nach Olympia-Erfolgen
Die Olympischen Winterspiele in Italien haben nicht nur sportliche Höchstleistungen hervorgebracht, sondern auch neue finanzielle Superstars geschaffen. Für die deutsche Skirennläuferin Emma Aicher (22) und den Schweizer Skifahrer Franjo von Allmen (24) bedeuten ihre Medaillenerfolge einen massiven Vermögenssprung.
Emma Aichers Weg zur Millionärin
Mit zwei Silbermedaillen in der Abfahrt und der Team-Kombination hat sich Emma Aicher nicht nur in die Geschichtsbücher geskiert, sondern auch ihr Vermarktungspotenzial vervielfacht. Ein Insider gegenüber BILD erklärte, dass Aicher in diesem Jahr zwischen 800.000 und einer Million Euro verdienen könnte. Die junge Sportlerin, die bereits Verträge mit dem Ski-Hersteller „Head“ und dem Kopfsponsor „Red Bull“ hat, kann nun kräftig nachverhandeln.
Solche Sponsorenverträge laufen in der Regel zwei Jahre oder länger und enthalten leistungsbezogene Prämien. Zum Vergleich: Die ehemalige Skistars Maria Riesch (41) verdiente nach ihren Olympia-Erfolgen 2010 geschätzte 1,5 Millionen Euro pro Saison durch Werbeverträge mit Marken wie „Bogner“, „Milka“ und „Hublot“.
Neben den Sponsoreneinnahmen hat Aicher in dieser Weltcup-Saison bereits knapp 200.000 Euro an Preisgeldern kassiert. Dazu kommen Olympia-Prämien der Sporthilfe in Höhe von 40.000 Euro sowie ein monatliches Gehalt von 2.800 Euro als Sportsoldatin der Bundeswehr.
Franjo von Allmens Triumph und finanzieller Aufstieg
Die Geschichte des Schweizers Franjo von Allmen liest sich wie ein Märchen. Mit nur 17 Jahren stand er nach dem Tod seines Vaters und finanziellen Problemen kurz davor, seine Skikarriere zu beenden. Eine Crowdfunding-Kampagne, die knapp 17.500 Euro einbrachte, ermöglichte ihm eine weitere Saison und den Sprung in den Schweizer Nationalkader.
Sieben Jahre später krönte er sich bei den Olympischen Spielen in Italien mit drei Goldmedaillen in Abfahrt, Super-G und Team-Kombination zum erfolgreichsten männlichen Skifahrer seit 58 Jahren. Dieser Mega-Erfolg zahlt sich nun auch finanziell aus.
Alleine an Prämien vom „Swiss Olympic Team“ erhält von Allmen 164.000 Euro. Im Weltcup hat er diesen Winter bereits 243.000 Euro verdient. Doch das ist erst der Anfang. Experten schätzen, dass der Schweizer durch Sponsorenverträge bis zu vier Millionen Euro pro Jahr einnehmen könnte.
Die italienische Skilegende Christof Innerhofer (41) sagte gegenüber der Schweizer Tageszeitung „Blick“: „Ein Top-Skirennfahrer wie Franjo dürfte im Moment von seinem Kopfsponsor zwischen 400.000 und 500.000 Euro erhalten. Mit dem, was Franjo alles gewonnen hat, wird alles explosionsartig in die Höhe steigen.“
Er schätzt, dass von Allmen von seinem Ski-Ausrüster künftig 300.000 Euro als Fixum erhalten sollte, plus leistungsbezogene Prämien. Zum Vergleich: Der ehemalige österreichische Skistar Marcel Hirscher (36) soll auf dem Höhepunkt seiner Karriere sogar 8 Millionen Euro pro Jahr verdient haben.
Die neue Generation der Sport-Millionäre
Die Erfolge von Emma Aicher und Franjo von Allmen zeigen deutlich, wie sich Olympia-Medaillen in bare Münze verwandeln lassen. Während Aicher mit ihren zwei Silbermedaillen den Grundstein für eine lukrative Vermarktung gelegt hat, katapultiert von Allmen mit seinem Dreifach-Gold in eine ganz andere finanzielle Liga.
Beide Athleten stehen exemplarisch für eine neue Generation von Wintersportlern, die nicht nur durch sportliche Höchstleistungen, sondern auch durch geschicktes Marketing zu finanziellen Schwergewichten werden. Ihre Geschichten beweisen, dass Olympia-Erfolge heute mehr denn je auch wirtschaftliche Triumphe bedeuten.



