Olympische Medaillen zu schwer: Gold und Bronze gehen reihenweise kaputt
Olympische Medaillen zu schwer: Gold und Bronze kaputt

Olympische Medaillen zu schwer: Gold und Bronze gehen reihenweise kaputt

Die höchste Auszeichnung bei den Olympischen Spielen ist für viele Athleten das größte Ziel ihrer Karriere. Doch bei den aktuellen Winterspielen erweist sich das begehrte Edelmetall als unerwartete Herausforderung. Die Medaillen sind offenbar zu schwer für die traditionellen blauen Bänder und gehen reihenweise kaputt.

Goldmedaille fällt bei Freudenjubel herunter

Breezy Johnson strahlte nach ihrem Gold-Lauf in der Abfahrt von Cortina d'Ampezzo über das ganze Gesicht. Die amerikanische Skirennläuferin gab nach der Siegerehrung zahlreiche Interviews, während um ihren Hals das blaue Band hing. Doch etwas Entscheidendes fehlte den Reportern: die Goldmedaille selbst. Auf Nachfrage grinste Johnson, öffnete einen Reißverschluss und zückte die beschädigte Auszeichnung aus ihrer Jackentasche.

„Sie ist schwer. Sie ist kaputt. Ich bin vor Freude und Aufregung gesprungen und dann ist sie heruntergefallen“, erklärte die Olympiasiegerin. Mit diesem Problem steht Johnson nicht alleine da. Mehrere Sportler haben bereits ähnliche Erfahrungen gemacht, als ihre Medaillen den sogenannten Freuden-Belastungstest nicht überstanden.

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Gewicht der Medaillen überfordert Haltebänder

Die Goldmedaillen wiegen stolze 506 Gramm und sind damit die schwersten Auszeichnungen. Sie bestehen aus 999er-Silber mit einer sechs Gramm schweren Goldüberzugsplattierung. Die Silbermedaillen bringen sechs Gramm weniger auf die Waage und sind vollständig aus 999er-Silber gefertigt. Selbst die Bronzemedaillen aus reinem Kupfer wiegen noch 420 Gramm.

Dass selbst dieses Gewicht zu viel sein kann, zeigte sich bei der Feier der deutschen Biathleten nach dem dritten Platz in der Mixed-Staffel. Das Quartett tanzte Arm in Arm und hüpfte vor Freude, bis sich die Medaille von Justus Strelow löste und mit lautem „Pling“ auf dem Boden aufschlug.

„In dem Moment ist die Medaille auch zu Bruch gegangen, leider. Ich hoffe und glaube, dass es schnell wieder zusammenzusetzen war“, sagte Teamkollege Philipp Nawrath nach dem Vorfall.

Sportler äußern sich zu ungewöhnlichem Problem

Rodler Max Langenhan, der am Sonntag das erste Gold für Deutschland bei diesen Spielen geholt hatte, äußerte nach seinem Sieg einen besonderen Wunsch: „Ich würde diese Medaille gern in tausend kleine Stückchen teilen, weil so viele Leute einen Anteil daran haben. Und jetzt bin ich der Einzige, der dieses Ding hat. Das fühlt sich irgendwie komisch an.“

Sollte er zu wild mit der Medaille um den Hals feiern, könnte sein frommer Wunsch ungewollt in Erfüllung gehen. Die Organisatoren der Olympischen Spiele stehen nun vor der ungewöhnlichen Herausforderung, dass ihre höchsten Auszeichnungen den emotionalen Momenten des Sieges nicht standhalten.

Der Vorfall wirft Fragen zur praktischen Handhabung der Medaillen auf, während gleichzeitig die sportlichen Höchstleistungen der Athleten im Mittelpunkt stehen sollten. Für viele Sportler bleibt die beschädigte Medaille dennoch ein wertvolles Andenken an ihren olympischen Triumph.

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