Deutsche Para-Biathleten feiern Bronze-Erfolge bei Paralympics in Italien
Der deutsche Para-Biathlet Marco Maier hat zum Auftakt der Paralympischen Spiele in Tesero, Italien, eine bemerkenswerte Bronzemedaille im Sprint gewonnen. Der 26-Jährige setzte sich mit nur 0,2 Sekunden Vorsprung vor seinem Verfolger durch und sicherte sich damit seine dritte paralympische Medaille nach dem Doppel-Silber in Peking vor vier Jahren.
Fehlerfreies Schießen trotz Trainingsrückstand
Maier blieb am Schießstand komplett fehlerfrei und bewies damit Nervenstärke, obwohl er aufgrund einer überstandenen Krankheit einen Trainingsrückstand hatte. Hinter den beiden chinesischen Athleten Jiayun Cai und Xiaobin Liu erkämpfte er sich den dritten Platz. "Diese Medaille ist besonders wertvoll, weil ich in der Vorbereitung nicht optimal trainieren konnte", kommentierte Maier seinen Erfolg.
Die weiteren deutschen Starter im Herrenwettbewerb:
- Alexander Ehler (56) blieb ebenfalls fehlerfrei und belegte Rang neun
- Steffen Lehmker musste einmal in die Strafrunde und kam auf Platz 13
Leonie Walter holt Bronze in der Klasse der Sehbehinderten
Nur kurze Zeit später folgte der nächste deutsche Erfolg: Leonie Walter gewann gemeinsam mit ihrem Guide Christian Krasman in der Klasse der sehbehinderten Biathletinnen ebenfalls Bronze. Auch sie blieb am Schießstand fehlerfrei und setzte sich gegen starke Konkurrenz durch. Den Sieg holte die Chinesin Yue Wang vor der Tschechin Carina Edlingerova.
Die weiteren deutschen Ergebnisse im Damenwettbewerb:
- Johanna Recktenwald mit Guide Emily Weiss belegte Platz fünf
- Linn Kazmaier mit Guide Florian Baumann erreichte Rang sieben
Die deutschen Para-Biathleten haben damit einen erfolgreichen Start bei den Paralympics in Italien hingelegt und zeigen, dass sie trotz widriger Umstände zu Spitzenleistungen fähig sind. Die Medaillen von Maier und Walter sind ein starkes Signal für den deutschen Behindertensport und motivieren für die weiteren Wettkämpfe.



