Paralympics-Star Kathrin Marchand: Vom Ruderboot in die Loipe und dann zu Let's Dance?
Paralympics-Star Marchand: Vom Rudern zum Langlauf zu Let's Dance

Paralympics-Star Kathrin Marchand: Eine außergewöhnliche Sportkarriere

Kathrin Marchand (35) wird heute bei den Paralympics in Tesero, Italien, Sportgeschichte schreiben. Die ehemalige Ruder-Weltmeisterin startet im Para-Langlauf und ist damit die erste Sportlerin überhaupt, die bei drei verschiedenen Versionen der Olympischen Spiele antritt. Ihre Teilnahme umfasst die Olympischen Spiele in London 2012 und Rio 2016 sowie die Paralympics in Paris 2024 und nun in Cortina/Mailand 2026 – und das in zwei völlig unterschiedlichen Disziplinen.

Ein Schlaganfall veränderte alles

Im Jahr 2021, als Marchand ihre Leistungssport-Karriere bereits beendet und sich auf ihre berufliche Zukunft als Ärztin konzentriert hatte, erlitt sie einen Schlaganfall. „Ich habe zuvor nichts bemerkt, aber ich erinnere mich, dass ich plötzlich starke Kopfschmerzen hatte und mein Nacken schmerzte. Es ist ja nicht normal, in diesem Alter einen Schlaganfall zu haben“, berichtet Marchand. Die Folgen sind bis heute spürbar: „Mir fehlen auf beiden Augen ein Drittel vom Sichtfeld. Auf der linken Körperseite habe ich viel weniger Gefühl, aber viel gravierender sind die kognitiven Probleme. Ich kann mich überhaupt nicht mehr so lange konzentrieren.“

Rückkehr zum Spitzensport gegen alle Widrigkeiten

Nur ein Jahr nach dem Schlaganfall brachte ein Fernsehbericht über Para-Sport Marchand zurück in den Leistungssport – zunächst wieder ins Ruderboot. Bei den Paralympics in Paris verpasste sie im Mixed-Vierer knapp die Bronzemedaille. „Ich war danach frustriert vom Rudern“, gesteht sie. Doch dann wurde sie angesprochen, ob sie nicht auch Skilanglauf ausprobieren möchte. Ohne nennenswerte Erfahrungen auf den vier Zentimeter schmalen und rutschigen Skiern qualifizierte sich Marchand nach nur 14 Monaten intensiven Trainings für die Paralympics in Italien.

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Bei den Weltcups im Januar und Februar erreichte sie in den Klassik-Rennen die Plätze fünf, vier und zwei. „Ich möchte zeigen, dass man viel erreichen kann, wenn man den Willen dazu hat und an seine Träume glaubt“, sagt Marchand mit Überzeugung. Verrückt: Um weiter Sportförderung zu beziehen, blieb sie parallel auch dem Rudersport treu und wurde im letzten Sommer Welt- und Europameisterin.

Zukunftsträume: Von Los Angeles bis zum Tanzparkett

Schon jetzt ist klar: Auch 2028 in Los Angeles wird Marchand wieder bei den Paralympics ins Boot steigen. Doch ihre Ambitionen gehen noch weiter. Seit Monaten kündigt die Rheinländerin auf ihrem Instagram-Account eine Teilnahme bei „Let’s Dance“ an. „Das ist quasi meine geheime Bewerbung, aber mittlerweile habe ich selbst RTL so verwirrt, dass sie mich darauf ansprechen. Sie haben mich auf dem Schirm. Vielleicht klappt's ja 2029. Ich hätte mega Bock. Sie dürfen mich gerne in drei Jahren fragen“, verrät Marchand grinsend.

Bereits 2025 begeisterte mit Taliso Engel (23) ein Paralympics-Sieger das RTL-Publikum bei der Show. Marchands Geschichte ist ein beeindruckendes Beispiel für Resilienz und die Kraft des Sports, Grenzen zu überwinden – ob auf dem Wasser, in der Loipe oder vielleicht bald auf dem Tanzparkett.

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