Rothfuss und Schmiedt als deutsche Fahnenträger bei Paralympics-Schlussfeier
Rothfuss und Schmiedt deutsche Fahnenträger bei Paralympics

Deutsches Fahnenträger-Duo für Paralympics-Schlussfeier steht fest

Die alpine Skirennfahrerin Andrea Rothfuss und der Snowboarder Christian Schmiedt werden bei der Schlussfeier der Paralympischen Winterspiele im Curling Stadium von Cortina d’Ampezzo die deutsche Fahne tragen. Dies gab der Deutsche Behindertensportverband (DBS) offiziell bekannt. Im Gegensatz zur Eröffnungszeremonie plant das Team D am Sonntagabend (20.30 Uhr) keinen Boykott der Veranstaltung.

Besondere Ehre für erfahrene Athleten

Für Andrea Rothfuss bedeutet diese Ernennung eine außergewöhnliche Würdigung ihrer Karriere. „Dass einem Athleten diese Ehre einmal zuteil wird, ist schon etwas ganz Besonderes. Noch ein zweites Mal die Fahne tragen zu dürfen bei meinen letzten Spielen, ist einfach unbeschreiblich“, erklärte die 36-Jährige, die in den Disziplinen Super-G und Riesenslalom jeweils den vierten Platz erreichte. Nach einer überwundenen Depression feierte Rothfuss erst im Dezember ihr Comeback im Spitzensport. Bereits bei den Paralympischen Winterspielen 2014 in Sotschi hatte sie die deutsche Fahne bei der Eröffnungsfeier getragen.

Auch Christian Schmiedt zeigte sich tief bewegt von der Auszeichnung. „Ich freue mich sehr und werde die deutsche Fahne ordentlich schwingen“, sagte der 37-jährige Snowboarder, der als einziger Para Snowboarder Deutschlands in Norditalien antrat. In den Wettbewerben erreichte er im Cross den neunten und im Banked Slalom den zehnten Rang.

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Veränderte Teilnahmebedingungen für die Schlussfeier

Während bei der Eröffnungsfeier im Amphitheater von Verona lediglich zwei Athletinnen und Athleten sowie zwei Offizielle pro Nation zugelassen waren, dürfen bei der Abschlussveranstaltung im Curling Stadium deutlich mehr Sportler teilnehmen. Zugelassen sind die Athleten aus den Clustern Cortina, zu denen Ski alpin, Rollstuhlcurling und Snowboard gehören, sowie aus Tesero mit den Disziplinen Biathlon und Skilanglauf.

Der Deutsche Behindertensportverband betonte, dass von einem erneuten Boykott der Zeremonie abgesehen wird, was auf eine positive Entwicklung im Umgang mit den paralympischen Spielen hindeutet. Die Entscheidung für Rothfuss und Schmiedt unterstreicht die Wertschätzung für ihre langjährigen Leistungen und ihr Engagement im deutschen Behindertensport.

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