Skicross-Eklat bei Olympia: Deutscher Tim Hronek durch Ellbogen-Attacke um Medaille gebracht
Skicross-Eklat: Hronek durch Ellbogen-Attacke um Medaille gebracht

Skicross-Eklat bei Olympia: Deutscher Tim Hronek durch Ellbogen-Attacke um Medaille gebracht

Eine unfassbar unfaire Aktion hat Team Deutschland bei den Olympischen Winterspielen 2026 eine potenzielle Medaille im Skicross gekostet. Nach dem Gold-Coup von Daniela Maier am Vortag fuhren am Samstag auch die Männer um den Olympiasieg. Gleich zwei Deutsche hatten sich für das Halbfinale qualifiziert, doch einem von ihnen, Tim Hronek (29), wurde der Medaillentraum durch eine glasklare Behinderung eines Konkurrenten genommen.

Die Szene des Eklats: Ellbogen-Attacke in entscheidender Kurve

Im zweiten Halbfinale lag Hronek zu Beginn des Rennens auf Platz 3 und pirschte sich Stück für Stück an den Schweizer Ryan Regez (33) heran. Als Regez beim Sprung einen Fehler machte, nutzte Hronek den Windschatten und zog kurz vor der letzten Linkskurve nach innen. In dem Moment, als beide Athleten auf gleicher Höhe waren, fuhr der Schweizer plötzlich den Ellbogen aus und behinderte den Deutschen deutlich. Hronek konnte sich zwar auf den Skiern halten, verlor aber erheblich an Tempo.

Nutznießer dieser unfairen Aktion war der Japaner Satoshi Furuno (26), der an beiden vorbeizog und sich als Zweiter für das große Finale qualifizierte. Hronek fiel durch die Behinderung zurück und verpasste damit den Einzug in die entscheidende Runde.

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Empörung bei Experten und Disqualifikation des Schweizers

In der ARD-Übertragung schäumte Experte Tobias Müller, Vize-Weltmeister von 2025, vor Wut. „Das ist unter aller Sau. Sorry, Ryan. Ich habe meinen Respekt vor dir verloren. Er hat dem Timmi das Rennen kaputtgemacht. Mir fehlen die Worte“, sagte Müller deutlich.

Hronek beschwerte sich im Ziel lautstark bei Regez und gestikulierte mit den Armen. Die Jury disqualifizierte den Schweizer nach Ansicht der Video-Bilder. Durch diese Entscheidung rückte Hronek von Platz 4 auf Platz 3 vor, was jedoch nicht ausreichte, um ins Finale einzuziehen. Im kleinen Finale wurde der Deutsche immerhin noch Zweiter und erreichte damit insgesamt Rang 6. Sein Teamkollege Florian Wilmsmann (30), der im ersten Halbfinale knapp gescheitert war, wurde Siebter.

Entschuldigung des Schweizers und Hroneks Reaktion

Unmittelbar nach dem Rennen stapfte Hronek verständlicherweise völlig frustriert durch den Athletenbereich. Sogar Mitglieder anderer Nationen, darunter österreichische Athleten, trösteten den enttäuschten Deutschen.

Regez entschuldigte sich bei den Journalisten in der Mixed Zone: „Es tut mir mega leid für ihn. Ich bin nicht stolz darauf. Wenn ich es rückgängig machen könnte, würde ich es tun.“

Als Hronek auf diese Entschuldigung angesprochen wurde, zeigte er sich wenig versöhnlich: „Das bringt mir am Ende des Tages auch nichts. Davon kann ich mir nichts kaufen. Es war ziemlich unsportlich in meinen Augen. Ich war in der perfekten Position für mich. Er macht am Sprung dann den Fehler, ich kann innen vorbeigehen und er hält mich fest. Das hat mich komplett ausgebremst.“

Hronek blickt nach vorne: „Das macht mich nur noch stärker“

Trotz der riesigen Enttäuschung zeigte sich der Deutsche kämpferisch und blickte bereits wieder nach vorn: „Das macht mich nur noch stärker. Ich bin jetzt bei dem im Kopf. Der hat Angst vor mir. Das ist das Beste, was dir beim Skicross passieren kann. Die nächsten Rennen werden kommen und da werde ich zeigen, was ich kann.“

Der Skicross-Eklat bei den Olympischen Winterspielen 2026 wird sicherlich noch lange für Diskussionen sorgen. Während Ryan Regez mit seiner Disqualifikation die Konsequenzen für sein unsportliches Verhalten tragen musste, bleibt Tim Hronek eine Medaille verwehrt, die ihm bei fairem Wettkampfverhalten durchaus möglich gewesen wäre.

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