Skistar Fanny Smith übt harsche Kritik an Olympia-Organisation
Die Schweizer Skicrosserin Fanny Smith hat bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand und Cortina d'Ampezzo ihre dritte olympische Medaille gewonnen. Die 33-Jährige holte hinter der deutschen Goldgewinnerin Daniela Maier die Silbermedaille, nachdem sie 2018 und 2022 bereits Bronze errungen hatte. Trotz dieses sportlichen Erfolgs äußerte sich die Athletin nach dem Wettkampf äußerst kritisch über die Organisation der Spiele.
„Die Strecke hat nichts Technisches“
Fanny Smith zeigte sich insbesondere von der Wettkampfpiste enttäuscht: „Diese Strecke ist nichts Besonderes, sie hat nichts Technisches. So ist es ein bisschen traurig, Olympische Spiele auf einer so einfachen, so minderwertigen Piste auszutragen. Man sieht es überall in der Organisation, auf den Tribünen … Rundherum gibt es nichts. Ich habe schon Spiele mit einem echten olympischen Geist erlebt. Aber hier …“
Die erfahrene Skicrosserin, die bereits an den Olympischen Spielen 2010 in Vancouver, 2014 in Sotschi, 2018 in Pyeongchang und 2022 in Peking teilgenommen hat, verglich die aktuellen Spiele negativ mit früheren Austragungen. Smith betonte: „Sie hätten etwas Schönes auf die Beine stellen können, aber ich habe den Eindruck, dass sie es nicht zu Ende gedacht haben oder dass ihnen die Zeit gefehlt hat.“
Kritik an Infrastruktur und Details
Die Unzufriedenheit der Silbermedaillengewinnerin beschränkte sich nicht nur auf die Piste in Livigno. Smith kritisierte auch andere Aspekte der olympischen Infrastruktur: „Das Essen im Olympischen Dorf ist nicht besonders. Das Fitnessstudio ist auch winzig. Dort hingegen ist alles so eingerichtet, dass wir am Wettkampftag Leistung bringen können. Das können kleine Dinge sein, die den Unterschied machen.“
Trotz ihrer Kritik an der Organisation betonte die Profisportlerin ihre professionelle Einstellung: „Nun, ich bin Profi, ich weiß, was ich hier zu leisten habe. Ich habe meine Arbeit zu erledigen und blende den Rest aus.“
Familienunterstützung als wichtiger Rückhalt
Positiv äußerte sich Fanny Smith hingegen über die Unterstützung durch ihre Familie. Die Skicrosserin erklärte: „Trotz der Arbeit gibt es Höhen und Tiefen. Da sind die Angehörigen am wichtigsten. Letztendlich sind sie immer für uns da, und es ist toll, das mit ihnen teilen zu können. Meine Eltern waren bei allen meinen Olympischen Spielen dabei, außer in Peking. Aber meine Freunde waren noch nie dabei. Deshalb ist das etwas wirklich Wichtiges.“
Die Schweizerin konnte somit trotz ihrer Enttäuschung über organisatorische Mängel ihren sportlichen Erfolg feiern und die Bedeutung familiärer Unterstützung im Hochleistungssport hervorheben.



