Deutsche Olympia-Hoffnung Sonnekalb verpasst Podest - Trotzige Ansage nach Enttäuschung
Sonnekalb verpasst Olympia-Podest - Trotzige Ansage

Deutsche Teenie-Hoffnung enttäuscht bei Olympia - Selbstbewusste Ansage nach Rückschlag

Die Sensation ist ausgeblieben, die leisen Podest-Hoffnungen haben sich zerschlagen: Eisschnellläufer Finn Sonnekalb hat seine ersten Olympischen Winterspiele in Mailand ohne Medaille beendet. Sein Selbstbewusstsein aber ist offensichtlich intakt geblieben.

Enttäuschende Platzierung auf der Spezialstrecke

Der 18 Jahre alte Shootingstar aus Erfurt kam am Donnerstag auf seiner Spezialstrecke über 1500 Meter in 1:45,64 Minuten nicht über den 13. Platz hinaus. Damit verpasste er nach einer holprigen Vorbereitung einen möglichen Überraschungscoup deutlich. Nichtsdestotrotz verabschiedete sich der Teenager mit einer zwischen Trotz, Augenzwinkern und rotzfrechem Charme pendelnden Botschaft von den Spielen.

„Es tut weh, jetzt vier Jahre warten zu müssen, bis man Olympiasieger ist“, beschloss Sonnekalb ein Interview mit der ARD. Diese Aussage zeigt deutlich, dass der junge Athlet trotz der aktuellen Enttäuschung weiterhin große Ziele verfolgt.

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Hochklassiges Rennen mit olympischem Rekord

Gold im hochklassigen Rennen über die Mitteldistanz sicherte sich Ning Zhongyan aus China mit einem olympischen Rekord von 1:41,98 Minuten. Silber ging an den US-Sprint-Star Jordan Stolz (1:42,75), der nach Gold über 500 m und 1000 m seine dritte Medaille in Mailand gewann. Das Podest komplettierte der Niederländer Kjeld Nuis (1:42,82), der 2018 und 2022 Olympiasieger über 1500 m war.

Die weiteren deutschen Starter Hendrik Dombek aus München (1:46,52) und Moritz Klein aus Erfurt (1:46,54) belegten die Plätze 19 und 20. Damit setzte sich die Durststrecke der deutschen Eisschnellläufer bei Olympischen Spielen fort.

Vorbereitung und Verlauf des Rennens

Sonnekalb ging im 14. von 15 Paaren aufs Eis - ein Startplatz, der seine guten Vorleistungen im olympischen Winter widerspiegelte. Im Weltcup 2025/26 hatte er zwei Mal über 1500 m auf dem Podest gestanden. In Mailand traf Sonnekalb nun im direkten Duell auf 5000-m-Olympiasieger Sander Eitrem aus Norwegen.

Nach einem Fehlstart des Norwegers begann Sonnekalb zwar gut, doch schnell wurde klar, dass eine Top-Platzierung außer Reichweite sein würde. Für den Erfurter war es der zweite Einsatz nach seinem Start vor einer Woche über die Nebenstrecke 1000 m. Damals hatte er - geschwächt von einem viralen Infekt - den zwölften Platz belegt.

Gesundheitliche Probleme und Vorbereitung

Die wettkampffreie Zeit nutzte der Erfurter zur Erholung und zu einer gezielten Vorbereitung. „Mir geht’s echt deutlich besser. Ich würde sagen, dass ich fast wieder bei 100 Prozent bin“, hatte er am Mittwoch vor dem Rennen erklärt. Er sei zuversichtlich gewesen, „in einer guten Form“ am Start stehen zu können.

Auf eine Top-3-Platzierung Sonnekalbs hatte auch der deutsche Verband gehofft. Der Athlet hatte bei den Olympischen Jugendspielen in Gangwon 2024 sowie der Junioren-WM im Februar 2025 bereits drei Titel gewonnen und galt als große Hoffnung für die deutschen Farben.

Anhaltende Durststrecke für deutschen Eisschnelllauf

Die arg gebeutelte Deutsche Eisschnelllauf- und Shorttrack-Gemeinschaft (DESG) war bei den Winterspielen 2014, 2018 und 2022 ohne Podestplatzierung geblieben. In Mailand droht nun die nächste Nullrunde für die deutschen Eisschnellläufer.

Die Ergebnisse im Überblick:

  • Gold: Ning Zhongyan (China) - 1:41,98 Minuten (olympischer Rekord)
  • Silber: Jordan Stolz (USA) - 1:42,75 Minuten
  • Bronze: Kjeld Nuis (Niederlande) - 1:42,82 Minuten
  • 13. Platz: Finn Sonnekalb (Deutschland) - 1:45,64 Minuten
  • 19. Platz: Hendrik Dombek (Deutschland) - 1:46,52 Minuten
  • 20. Platz: Moritz Klein (Deutschland) - 1:46,54 Minuten

Trotz der enttäuschenden Platzierung bleibt Finn Sonnekalb mit seiner trotzigen Ansage und seinem ungebrochenen Selbstbewusstsein eine Hoffnung für die Zukunft des deutschen Eisschnelllaufs. Der Teenager hat bereits angekündigt, dass er in vier Jahren zurückkommen und dann um Gold kämpfen will.

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