Emotionale Worte nach schwerem Sturz: Lindsey Vonn benötigt mehrere Operationen
Die US-amerikanische Skirennlegende Lindsey Vonn hat sich nach ihrem dramatischen Sturz bei der Olympia-Abfahrt in Cortina d’Ampezzo erstmals öffentlich zu Wort gemeldet. In einem emotionalen Instagram-Beitrag teilte die 41-Jährige mit, dass sie sich eine komplexe Tibiafraktur zugezogen hat, die mehrere Operationen erfordert. Die Verletzung ist stabil, muss jedoch medizinisch aufwendig behandelt werden.
Der Unfallhergang: Fünf Zentimeter zu eng gefahren
Vonn schilderte detailliert, wie es zu dem folgenschweren Sturz kam. Sie habe ihre Linie vor dem Tor etwa fünf Inches, also rund 12,7 Zentimeter, zu eng angesetzt. Dadurch verfing sich ihr rechter Arm im Tor, sie verdrehte sich und stürzte schwer. Die Athletin betonte ausdrücklich, dass weder ihr Kreuzband noch frühere Verletzungen eine Rolle spielten. Der Unfall ereignete sich bereits nach 13 Sekunden auf der anspruchsvollen Piste.
Kein Happy End, aber kein Bedauern
Obwohl ihr olympischer Traum nicht wie erhofft endete, bereut Vonn nichts. „Es war kein märchenhaftes Happy End, sondern einfach nur das Leben“, schrieb sie. Die Tatsache, überhaupt an den Start gehen zu können, beschrieb sie als „unglaubliches Gefühl“. Sie wusste um die Risiken des Skirennsports, der ihrer Meinung nach immer gefährlich bleiben wird. Trotz der starken Schmerzen und der langen Reha, die vor ihr liegt, sieht sie ihren Start als Sieg an.
Philosophische Botschaft an ihre Fans
In ihrer Nachricht reflektierte Vonn auch über das Leben allgemein. „Und ähnlich wie beim Skirennen gehen wir auch im Leben Risiken ein. Wir träumen. Wir lieben. Wir springen. Und manchmal fallen wir“, so die Sportlerin. Ihre Kernbotschaft: Das einzige Versagen im Leben ist, es nicht zu versuchen. Sie ermutigte ihre Anhänger, mutig zu sein und große Träume zu wagen.
Karriereende und medizinische Versorgung
Nach dem Sturz blieb Vonn längere Zeit auf der Piste liegen, bevor sie per Hubschrauber unter dem Applaus der Zuschauer abtransportiert wurde. Ihr Vater Alan Kildow hatte bereits vor dem Rennen angedeutet, dass dies das Ende ihrer Karriere sein könnte. Die aktuelle Verletzung und die notwendigen Operationen bestätigen diese Einschätzung nun medizinisch. Die Skirennläuferin blickt dennoch positiv nach vorne und dankt ihren Fans für die Unterstützung.



